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Norddeutschland Stau-Gefahr durch Bauarbeiten
Nachrichten Norddeutschland Stau-Gefahr durch Bauarbeiten
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22:09 24.03.2016
Die Autobahn 1 bei Reinfeld: Weil dort die Travebrücke saniert wird, kommt es im Reiseverkehr zu Behinderungen. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
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Lübeck

Mit dem Beginn der Osterferien wird es auf den Straßen Schleswig-Holsteins wieder kritisch. Besonders dort, wo der Reiseverkehr auf Baustellen trifft, warnen Polizei und ADAC vor langen Staus. Einer der Schwerpunkte ist die Autobahn 1. Dort wird auf der Travebrücke bei Reinfeld gearbeitet. Schon seit Anfang September wird es auf diesem Abschnitt eng wegen umfangreicher Sanierungen, welche — nach Verzögerungen — nun Ende Juli dieses Jahres abgeschlossen sein sollen. Bis dahin müssen sich die Autofahrer immer wieder gedulden: Auch gestern bildete sich zwischenzeitlich auf fünf Kilometern zäh fließender Verkehr. Zudem wurde in der Nacht zu vorgestern die Baustelle verändert. „Die Fahrbahn in Richtung Lübeck ist in Stand gesetzt, so dass nun die Arbeiten in Fahrtrichtung Hamburg aufgenommen worden sind“, sagt Jens Sommerburg, Leiter der Niederlassung Lübeck des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr. Der Verkehr laufe nun aber wieder in beiden Fahrtrichtungen jeweils über zwei statt drei Spuren.

Ein Dutzend Baustellen auf der Autobahn und Grenzkontrollen zu Dänemark bringen Osterreiseverkehr ins Stocken.

Ähnlich sieht die Verkehrssituation derzeit weiter nördlich auf der A 1 zwischen dem Autobahndreieck Bad Schwartau und der gleichnamigen Anschlussstelle aus — auch hier kommt es immer wieder zu Behinderungen. Denn: Die Fahrbahn in Richtung Hamburg wird saniert, so dass der Verkehr auch dort beidseitig jeweils nur über zwei Spuren läuft. „Der Beton muss nun aushärten“, sagt Jens Sommerburg.

Nach dem Wochenende würden die Seiten gewechselt. Bis Ende April sollen die Arbeiten an diesem Abschnitt andauern; die gesamte Sanierung der Strecke bis zum Rastplatz Sereetzer Feld ist bis Ende 2019 veranschlagt.

Doch die Autobahn 1 ist noch stärker betroffen: Zwischen Ratekau und Oldenburg kommen sechs weitere kleine Baustellen in beiden Richtungen hinzu, die dem Reiseverkehr zusätzlich zu schaffen machen.

Das Landespolizeiamt Schleswig-Holstein warnt zudem bis einschließlich kommendem Wochenende vor Staus auf der Autobahn 7, insbesondere von der Landesgrenze Hamburg bis in Höhe Bordesholm in beiden Richtungen — hier sorgen vier Baustellen für stockenden Verkehr. Auch auf der Strecke von der Rader Hochbrücke bis zur dänischen Grenze bestehe die Gefahr von Staus.

Denn dort kommen noch die wiedereingeführten Grenzkontrollen zum Tragen, die zu weiteren Verkehrsproblemen führen können, wie auch der ADAC Schleswig-Holstein anmerkt. „In welchem Ausmaß diese durchgeführt werden, ist aber noch nicht bekannt, da sich die Dänen sehr bedeckt halten, wann sie wie stark kontrollieren“, sagt Sprecher Ulf Evert. Aber allein schon durch die Tatsche, dass vor einigen Wochen nach zwei schweren Unfällen vor der Grenze Geschwindigkeitstrichter eingeführt worden sind, die den Autofluss abbremsen, werde das Staupotenzial erhöht. „Besonders am Sonnabend, wenn in Dänemark Bettenwechsel ist, ist mit längeren Wartezeiten für die Autofahrer zu rechnen“, sagt Evert.

Von Lena Modrow

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