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Norddeutschland Stinte sind sehr früh unterwegs
Nachrichten Norddeutschland Stinte sind sehr früh unterwegs
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11:51 24.02.2016
Elbfischer Wilhelm Grube mit frisch gefangenen Stinten. Quelle: dpa
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Hoopte

„Eigentlich kommt der Stint erst so ab sieben Grad, jetzt sind es knapp vier“, sagte Grube, der seine Reusen zwischen Norderelbe und Geesthacht ausgelegt. „Wir holen schon bis zu 500 Kilogramm täglich aus dem Fluss“, erklärt Grube. Die erste Kiste habe er schon am 15. Februar füllen können, noch einen Tag früher als im vergangenen Jahr. Auch seien die Fische in diesem Jahr besonders groß.

Der 60-Jährige gilt als einziger Stintfischer östlich von Hamburg, unterstützt wird er von seinem Bruder Werner und Sohn Per-Willem. „Ich hoffe, dass die Saison bis nach Ostern dauert“, wünscht sich Grube, der den grünlich-silbernen Fischen seit mehr als drei Jahrzehnten nachstellt. Er hoffe, bis Mitte April 25 bis 30 Tonnen Stint zu fangen. Sohn Per-Willem ist sonst elbabwärts zwischen Wedel und Glückstadt unterwegs. Doch dort sei bislang überraschend wenig los gewesen, so Grube. „An der Unterelbe wurde so wenig gefangen wie seit Jahren nicht mehr“, berichtet Grube. „Das könnte an der Elbvertiefung liegen“, vermutete er. „Wahrscheinlich sind die Fische an den tiefen Stellen im Fahrwasser, wo wir nicht fischen dürfen.“

„In den vergangenen Jahren ist der Spaß am Stintessen auch ins Binnenland bis nach Hannover gekommen“, sagt Fischereiberater Volkmar Hinz von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. So hätten die Fischer 2015 sogar mehr absetzen können, als sie anbieten konnten. „Ein großer Mitesser ist aber der Kormoran, der zur Stintsaison mit mehreren tausend Exemplaren an die Elbe kommt“, sagt Hinz. In Norddeutschland wird der lachsartige Schwarmfisch wegen seines Geschmacks auch Gurkenfisch genannt. Im Winter ziehen die 15 bis 20 Zentimeter langen Stinte aus der Nordsee in die Flussmündungen. Wird es wärmer, wandern sie zum Laichen stromaufwärts.

LN

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