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Studenten-Wohnungen immer teurer

Hamburg/Kiel Studenten-Wohnungen immer teurer

Seit 2010 steigen die Mietpreise für Studenten in Hamburg und Kiel.

Hamburg/Kiel. Studierende auf Wohnungssuche im Norden müssen für ihre Bleibe mehr Miete zahlen als noch vor ein paar Jahren – und die Preise werden weiter steigen. Das hat eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) ergeben. Im Vergleich zu anderen Städten liegen Hamburg und Kiel bei der Preisentwicklung allerdings noch im Mittelfeld.

In Berlin mussten Hochschüler 2016 rund 37 Prozent mehr Miete zahlen als noch vor sechs Jahren. In Hamburg waren es 15,6 Prozent und in Kiel 16,5 Prozent. Das mit Abstand teuerste Pflaster für Studenten ist der Studie zufolge München. Dort werden für eine 30 Quadratmeter große Wohnung mit Küche in Uninähe 615 Euro Warmmiete fällig.

Die Forscher untersuchten die Entwicklung der Durchschnittsmieten in 15 Universitätsstädten. Mussten Studenten im ersten Halbjahr 2010 noch sechs Euro pro Quadratmeter bezahlen, waren es im ersten Halbjahr dieses Jahres bereits sieben Euro. In Hamburg kletterte der Preis von neun auf elf Euro. Für eine durchschnittliche Studentenbude inklusive Nebenkosten erhöhte sich der Preis in Kiel von 331 auf 364 Euro, in Hamburg von 422 auf 466 Euro. „Lübeck war nicht unter den betrachteten Städten, hier dürfte die Mietpreisentwicklung aber von der Tendenz mit Kiel vergleichbar sein“, sagte der Leiter der Studie, Michael Voigtländer, den LN. „Hamburg ist deutlich teurer.“

Die Hochschüler konkurrierten mit anderen Gruppen um günstige kleine Wohnungen, etwa mit Berufsanfängern, Pendlern oder Senioren. In Städten wie Bochum oder Siegen sei die Lage noch relativ entspannt.

Die Auswertung bezieht sich auf den freien Wohnungsmarkt, beinhaltet Zimmer in Wohngemeinschaften und kleine Wohnungen. Studentenwohnheime wurden ausgeklammert. „Die liegen deutlich unter dem Markt, aber da gibt es natürlich auch lange Wartelisten“, so Voigtländer. Die 2015 eingeführte Mietpreisbremse habe bislang noch keine sichtbaren Ergebnisse gebracht. „Wir werden weitere Preissteigerungen erleben. Wir haben in den meisten Städten das Problem, dass zu wenig gebaut wird. Der Druck bleibt hoch.“

LN

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