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Norddeutschland Suchaktion in Drage fortgesetzt
Nachrichten Norddeutschland Suchaktion in Drage fortgesetzt
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22:10 05.08.2015
Polizisten bereiten sich im Deichvorland bei Winsen-Drage (Niedersachsen) auf ihren Sucheinsatz vor. Quelle: Philipp Schulze/dpa
Drage

Nach der ergebnislosen Suche nach einer vermissten Mutter und ihrer Tochter an der Elbe will die Polizei zunächst weitere Hinweise auswerten. Es müsse überprüft werden, ob sich eine Suchaktion an anderen Orten lohne, sagte gestern Polizeisprecher Jan Krüger. „Konkrete weitere Maßnahmen sind derzeit nicht geplant.“ Den ganzen Tag über hatte die Polizei erneut die Landabschnitte abseits des Flusses durchkämmt. Es sei das Deichvorland im Bereich Drage abgesucht worden, sagte Krüger. Dabei setzten die Einsatzkräfte auch Leichenspürhunde ein.

Die Suche in der Elbe an einem beliebten Badestrand bei Drage war am Vortag ergebnislos geblieben. Der Vater der Familie war in der vergangenen Woche tot aus der Elbe geborgen worden, er hatte sich allem Anschein nach selbst umgebracht. Die Polizei schließt nicht aus, dass er vorher seine Frau und seine zwölfjährige Tochter getötet hatte. Sie werden seit Ferienbeginn vermisst. Die beiden könnten einer Familientragödie zum Opfer gefallen sein.

Die beliebten Badestelle, an der die Polizei am  Dienstag gesucht hatte, liegt nur rund einen Kilometer Luftlinie vom Haus der Vermissten entfernt.

Auch die Familie sei dort gerne gewesen, sagte Polizeisprecher Krüger. Mittlerweile sei die Vermutung einer Familientragödie groß geworden, die Polizei müsse darüber nachdenken, „wo eventuell Körper versteckt worden sein können“. Hoffnungen der Ermittler auf eine weitere mögliche Spur in dem Fall hatten sich zerschlagen. Die Polizei hatte nach einer Metall-Schubkarre aus dem Besitz der Familie gesucht. Nach einem Aufruf meldete sich ein Zeuge. Die Schubkarre sei schon seit längerem in seinem Besitz.

LN

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