Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Sylt: Mückenplage so schlimm wie nie
Nachrichten Norddeutschland Sylt: Mückenplage so schlimm wie nie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:19 08.09.2016
Anzeige
Westerland

. „Es ist dieses Jahr definitiv mehr als sonst um diese Jahreszeit“ – diesen Satz hört man auf Sylt in diesen Tagen häufig. Gemeint ist das Aufkommen der Mücken. „Zu uns kommen Kunden mit 30, 40 Mückenstichen am Körper“, erzählt Stephan Wiese, Inhaber der Insel-Apotheke in Westerland. Neben unangenehmem Juckreiz bildeten sich bei einigen zudem handtellergroße, blutunterlaufene Quaddeln. „Spätestens dann schicken wir die Kunden zum Arzt.“

Als Grund für das hohe Mückenaufkommen nennt der Apotheker das Wetter in diesem Sommer. „Der Mai war sehr warm, der Juni und Juli indes häufig nass. Das sind optimale Brutbedingungen“, sagt Wiese.

Ein besonders hohes Mückenaufkommen gibt es vor allem an Stellen mit dichten Büschen und Rasen. Hält man sich dagegen bei Wind am Strand auf, bleibt man in der Regel von Mückenstichen verschont. „Die Mücken können sich nicht halten bei Wind“, sagt ein Rettungsschwimmer am Hauptbadestrand von Westerland.

In der Innenstadt von Westerland sieht das anders aus. „Das Personal sprüht sich alle 30 Minuten mit Mückenschutz ein“, erzählt der Mitarbeiter eines Restaurants mit Außenplätzen. Trotz der summenden Plagegeister ließen sich die Gäste aber nicht davon abhalten, abends draußen zu sitzen. Zu ihnen gehören auch Karla und Hans- Werner Schaffner aus Dormagen in Nordrhein-Westfalen. „Wir sind regelmäßig auf Sylt, aber so wie diesen Sommer war das noch nie“, klagt Karla Schaffner. Am Hals, den Armen und den Füßen: Überall haben die Mücken ihre Spuren hinterlassen. „Und das trotz Mückenspray.“

Auch Menschen, die normalerweise keine Probleme mit den Mücken haben, sind betroffen. Eine Sylt-Urlauberin aus Hessen kann es kaum fassen. „Ich werde sonst nie gestochen“, erzählt sie. „Seit ich hier bin, fallen die Mücken über mich her.“

Der Körpergeruch sei der Grund, warum einige Menschen mehr als andere betroffen sind, erklärt Wiese. Mückenspray war in seiner Apotheke zwischenzeitlich ausverkauft. Als Alternativen empfiehlt er Lavendel- oder Lorbeer-Öl, um die stechenden Plagegeister fernzuhalten. Als Tipp für den Garten: „Mücken mögen keine Tomatenpflanzen und keine Katzenminze.“ Ansonsten rät er zu langer und am besten heller Kleidung. „Mücken gehen meist auf Dunkles.“

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bertelsmann-Studie: Weniger Todesfälle durch Spezialisierung bei Operationen – Ministerin sieht Schleswig-Holstein auf gutem Weg.

08.09.2016

Klage gegen die Kündigung des Mietvertrags hat Erfolg – Parteitag beginnt am Sonnabend.

08.09.2016

Unfälle passieren meist in Binnengewässern – Küsten relativ sicher.

08.09.2016
Anzeige