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Norddeutschland Sympathiewelle für Retter freut Familie des Opfers
Nachrichten Norddeutschland Sympathiewelle für Retter freut Familie des Opfers
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15:50 07.12.2017
Mit einer Anzeige suchten die Eltern nach den Helfern ihres Sohnes. Quelle: LN
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Lübeck

„Wir sind dankbar und absolut überrascht von der Resonanz und Anteilnahme auf unsere Danksagung. Da wir mit dieser so überhaupt nicht gerechnet haben, sind wir mit der Situation doch insgesamt ziemlich überfordert. Wir danken jedem einzelnen Helfer von Herzen und würden jeden von ihnen zu gerne umarmen“, schreibt die 43-jährige Mutter des verunglückten 18-Jährigen den LN. Da die Familie selbst nicht am Unfallort war, kannte sie die Gesichter und die einzelnen Abläufe kaum. Vieles habe sich durch die Kontakte mit den Helfern und die Berichterstattung geklärt. Auch der Sohn habe aufgrund der Situation nicht alles ganz genau im Gedächtnis gehabt.

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„Manches kommt jetzt durch die Berichte zurück“, schreibt die 43-Jährige. „ Der junge Mann, der seine Jacke auszog, damit der Kopf gelagert werden konnte und selbst dadurch furchtbar fror, der Rettungsassistent, der sich in Zivil um die Wunde kümmerte, der Mann von der Wache in Bad Schwartau, der dafür sorgte, dass nicht auch noch der Rucksack zerschnitten wurde . . .“

Doch im Licht des großen öffentlichen Interesses gehe es ihnen genauso, wie sicher dem einen oder anderen der Helfer, die nun in der Öffentlichkeit stehen. „Unserem Wunsch nach einer stillen Umarmung und vielleicht einem gemeinsamen Abendessen steht plötzlich das ungemeine öffentliche Interesse entgegen. Wir sind kaum mehr in der Lage, den Überblick zu behalten“, schreibt die Mutter und bitte um Verständnis, trotz vieler Anfragen in der Anonymität bleiben zu wollen.

Die Familie wiederholt, überwältigt von den vielen positiven Reaktion und der angestoßenen öffentlichen Debatte über Zivilcourage, ihren Dank für die Hilfe: „Sie alle und alle, die jetzt noch nicht aufgezählt wurden: Wir sind ihnen allen sehr verbunden. Wir bedauern, wenn wir irgendjemanden nicht erwähnt haben oder nicht persönlich kontaktieren konnten.“ Jetzt gebe es einen großen Wunsch vor Weihnachten: „Wir möchten nach diesem Unfall wieder zurück zu einem ganz normalen Alltag finden.“

Auf der LN-Facebookseite gibt es großen Zuspruch für den Retter:

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Gepostet von Lübecker Nachrichten Online am Montag, 4. Dezember 2017

 nv

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