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Täter war früh radikalisiert

Hamburg Täter war früh radikalisiert

Ein abgelehnter Asylbewerber tötet vergangenen Sommer einen Mann in einem Supermarkt und verletzt sechs weitere Menschen. Gestern wurde vor Gericht deutlich, dass ein Radikalisierungsexperte die Warnzeichen schon frühzeitig erkannt und Alarm geschlagen hatte.

Hamburg. „Die Leiterin der Flüchtlingsunterkunft meldete sich im März 2016 bei mir“, sagte ein ehemaliger Mitarbeiter einer Beratungsstelle für religiös motivierte Radikalisierung gestern vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts. Schon bei ihrem Kennenlernen sei der Angeklagte „instabil, misstrauisch und hoffnungslos“ gewesen, sagte der Radikalisierungsexperte.

 

LN-Bild

In einem Supermarkt stach der Angeklagte auf Kunden ein.

Quelle: Foto: Dpa

Die Bundesanwaltschaft wirft dem 26 Jahre alten angeklagten Ahmad A. Mord, versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung in sechs Fällen vor. Er soll in einem Supermarkt in Hamburg-Barmbek einen 50 Jahre alten Mann aus Neubrandenburg unvermittelt mit einem Messer angegriffen und getötet haben. Anschließend verletzte der abgelehnte Asylbewerber sechs weitere Menschen. Die Bundesanwaltschaft ist überzeugt, dass die Tat islamistisch motiviert war.

Der Pädagoge habe sich zunächst nicht als Mitarbeiter der Beratungsstelle zu erkennen gegeben und Ahmad A. angeboten, ihn ehrenamtlich bei seinem Asylverfahren zu unterstützen.

Der Angeklagte habe ihn als „Agent von der Behörde“ bezeichnet. „Ich habe den Eindruck gehabt, dass er paranoid ist oder an einer anderen psychischen Erkrankung leidet.“ Zudem habe er sich vom Angeklagten bedroht gefühlt. Er habe es für das Beste erachtet, dass Ahmad A. in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen und das Landeskriminalamt benachrichtigt werde.

Dass die Radikalisierung spätestens im November erfolgte, bestätigt auch ein islamwissenschaftliches Gutachten von dem Notizbuch des Angeklagten, welches der vorsitzende Richter verlas. „Die Flammen des Krieges werden auch euch früher oder später erreichen“, schrieb der Angeklagte etwa darin – adressiert an die Deutsche Bundesregierung. Der Prozess wird am 14. Februar fortgesetzt.

LN

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