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Norddeutschland Axel Milberg feiert Premiere in „Büttenwarder“
Nachrichten Norddeutschland Axel Milberg feiert Premiere in „Büttenwarder“
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18:30 04.12.2018
Die Schauspieler Axel Milberg (l) und Peter Heinrich Brix lachen bei einem gemeinsamen Interview. Bei den Bauern von «Neues aus Büttenwarder» gibt Milberg seinen Einstand. Quelle: Christian Charisius/dpa
Hamburg

Axel Milberg feiert Ende des Jahres Premiere in „Büttenwarder“ – und plant schon seine Rückkehr. Im nächsten Jahr wird er wieder vom Kommissariat an der Kieler Förde aufs platte Land wechseln. „Ich werde wohl nach Büttenwarder wieder zurückzukehren. Für 2019 haben wir uns schon verabredet“, sagte Milberg.

Seit bald 21 Jahren läuft die Serie im NDR Fernsehen, seit 15 Jahren ermittelt Milberg als Klaus Borowski in Schleswig-Holstein. Die „Büttenwarder“-Staffel mit sechs neuen Episoden startet Weihnachten (25. Dezember). Die Premiere stand am Dienstagabend im Hamburger „Passage“-Kino an.

Die „Büttenwarder“-Staffel mit sechs neuen Episoden startet Weihnachten 2018 (25. Dezember).

Büttenwarder „eine kleine Kostbarkeit“

„Ich hatte von Büttenwarder schon manches gesehen und staunte: Was ist das für eine kleine Kostbarkeit!“, erzählt Milberg. Die Welt in dem fiktiven Dorf sei ihm vertraut. „Ich bin zwar Kieler, aber mein Vater stammt aus einer Familie von Landwirten, wir waren viel da draußen unterwegs, diese Mentalität, Sprache und Melodie, das steckt tief in mir drin.“ Spätestens gemerkt habe er das beim Synchronisieren ins Büttenwarder-Platt.

„Da wurde etwas reaktiviert, von dem ich gar nicht wusste, dass ich das in mir habe. Es ging leichter als gedacht. Dabei hatte ich tatsächlich schon den Plan B, dass ich das Platt jemand anderem überlasse.“ Der NDR freut sich über das neue „Familienmitglied“ der Fernsehbauern. „Wir planen auch für die Zukunft mit ihm“, sagt Redakteurin Diana Schulte-Kellinghaus.

Milberg als Landwirt Hajo Narkmeyer

Für Milberg hat Autor Norbert Eberlein den Landwirt Hajo Narkmeyer kreiert, der nach 35 Jahren in die Heimat zurückkehrt. Seinen ersten Auftritt hat er mit „Adsche“ (Peter Heinrich Brix, 63). „Ich habe mich gefreut, als ich von Axel erfahren habe. Ich weiß nicht, ob man das in seiner Gegenwart sagen sollte“, erklärt Brix lachend, „aber: das wertet uns ja gewissermaßen auch auf“. Schon bei der ersten Probe sei zu spüren gewesen: „Da interessiert sich jemand wirklich. Man merkt es an diesen Nuancen, dieser Suche nach den Feinheiten.“ Sensationell finde er Milbergs Körpersprache: „Wenn man Narkmeyers komische Verrenkungen sieht, weiß man: Jo, auch er ist vom Leben nicht unverschont geblieben.“

Brix ist ebenso von Anfang an dabei wie Jan Fedder (Kurt Brakelmann) - und nach wie vor begeistert von seiner Arbeit als Schauspieler für das Format: „Spielen kommt von Freude, vor allem in Büttenwarder. Gerade weil es so ein Biotop ist und weil es solche besonderen Figuren hat.“ Die Figuren machten eigentlich das Gegenteil von dem, was angesagt sei, sagt Milberg - statt nicht viel zu reden, sondern zu machen, werde hier eben viel geredet und wenig gemacht. „Selbstoptimierung, Effizienz und ein dickes Konto – davon träumen sie vielleicht, aber dann stehen sie doch immer nur vor den Pforten des Himmels und die Tür bleibt verschlossen.“ Neben den neuen Episoden sind rund um die Feiertage 14 Wiederholungen zu sehen.

In Büttenwarder konkurriere jeder mit jedem

Narkmeyer sei jemand, der gerne mal über sich spreche und von sich begeistert sei, erklärt Milberg. „Er hat auch ein Weltbild, er kann ohne Ende philosophieren und theoretisieren.“ Es sei auch so, als wäre er nie weggewesen. „Er passt gut in die Dorfgemeinschaft, die andauernd einen Plan, einen Businessplan ausheckt, denn jeder glaubt, besondere Fähigkeiten zu haben, und die will er da einbringen. Frei nach Samuel Beckett: Versuchen, scheitern. Wieder versuchen, besser scheitern.“

In Büttenwarder konkurriere jeder mit jedem, sagt Brix – „bis sie mit dem Arsch an der Wand stehen, dann sind sie wieder ganz eng zusammen“. Sein Adsche müsse wohl damit rechnen, dass sich der Narkmeyer erst einmal dort einniste. „Den hat er nun an der Hacke und deshalb überlegt er, wie er da jetzt einen Nennwert rausziehen kann.“

RND/dpa

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