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Norddeutschland Tierwohl: Geflügelhalter wollen mehr Geld
Nachrichten Norddeutschland Tierwohl: Geflügelhalter wollen mehr Geld
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20:13 04.07.2017
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Visbek

Das Tierwohl gewinnt an Stellenwert, dadurch steigen die Produktionskosten – und deshalb fordert nun die niedersächsische Geflügelwirtschaft eine bessere Bezahlung ihrer Arbeit. „Wir haben geliefert“, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft, Friedrich-Otto Ripke, etwa zu den Auflagen des Tierschutzplanes Niedersachsen.

„Die Rechnung kommt hinterher, und sie muss bezahlt werden“, forderte er gestern.

Die Aufwendungen für Verbesserungen beim Tierwohl wie etwa geringere Besatzdichte in den Ställen oder der Verzicht auf das Schnabelkürzen verursachten Zusatzkosten, die die Landwirtschaft bislang noch nicht vollständig ersetzt bekomme. Auch der Betreuungsaufwand sei gestiegen.

Ripke forderte vor der Bundestagswahl die Parteien zu mehr Realitätssinn auf. Politische Entscheidungen zur Landwirtschaft hätten konkrete Auswirkungen auf die Betriebe. Die Politik müsse nicht nur den Tierwohlaspekt berücksichtigen, sondern auch die Folgen für die Landwirtschaft.

„Es nutzt niemanden, wenn wir im Tierschutz Spitze, aber nicht mehr wettbewerbsfähig sind“, sagte Ripke. Profitieren würden Länder wie Polen, die Ukraine oder Brasilien, wo Tierschutzauflagen eine geringere Rolle spielten. Die Produkte aus diesen Ländern kämen immer mehr in verarbeiteten Produkten auf den deutschen Markt, etwa als Nudeln, Kekse oder Wurst, ohne dass der Verbraucher es bemerke. Abhilfe könne nur eine Herkunftsbezeichnung bringen.

LN

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