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Norddeutschland „Toby“ darf in seiner Wohnung bleiben
Nachrichten Norddeutschland „Toby“ darf in seiner Wohnung bleiben
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21:44 28.04.2016
Sieg vor Gericht: Mischlingshund „Toby“ muss nicht umziehen. Quelle: Stratenschulte/dpa
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Hannover

Erleichterung für eine Hundebesitzerin in Hannover: Ihr zotteliger Mischling „Toby“ darf in ihrer Mietwohnung bleiben. Das entschied das Amtsgericht der niedersächsischen Landeshauptstadt. Vorausgegangen war ein langwieriger Rechtsstreit, der sich seit dem vergangenen Oktober hinzog. Die Frau hatte „Toby“ angeschafft, ohne zuvor den Vermieter um Erlaubnis zu fragen. Dieser verlangte daraufhin, den Hund abzugeben, weil er das Treppenhaus verschmutze und zerkratze. Eine übermäßige Abnutzung des Treppenhauses sei bei einem Ortstermin aber nicht festgestellt worden, teilte das Gericht mit (Az: 541 C 3858/15).

„Tobys“ Besitzerin hatte auf Zulassung des Hundes in ihrer Mietwohnung im zweiten Stock geklagt und brachte vor, dass sich seit dem Zusammenleben mit dem Hund ihre gesundheitlichen Probleme gebessert hätten. Dieser Klage gab das Gericht statt. Die Eigentümerversammlung des gepflegten Altbaus im Stadtteil Hannover-List hatte bereits 2006 beschlossen, die Tierhaltung bei Neuvermietungen zu untersagen. Wie das Gericht feststellte, war dieser Beschluss aber unwirksam. Ein Urteil des Bundesgerichtshofes hatte 2013 die Rechte von Tierbesitzern gestärkt. Demnach darf die Haltung von Hunden, Katzen und Co. nicht mehr generell vom Vermieter verboten werden, sondern es muss der Einzelfall geprüft werden. Um über das Schicksal von „Toby“ zu entscheiden, hatte Amtsrichter Marcus Hettig sieben Zeugen gehört und zu einem Ortstermin geladen, um sich persönlich ein Bild vom angeblich zerkratzten Treppenhaus sowie von der Wohnung zu machen.

LN

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