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Norddeutschland Tödliches Ehedrama im Vier-Sterne-Hotel
Nachrichten Norddeutschland Tödliches Ehedrama im Vier-Sterne-Hotel
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20:12 14.03.2016

Im Kühlungsborner Vier-Sterne-Hotel „Aquamarin“ ist am Sonntagmorgen ein Ehepaar aus Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) tot in seinem Zimmer aufgefunden worden. Nach ersten Erkenntnissen könnte der 48-jährige Mann seine gleichaltrige Ehefrau mit mehreren Messerstichen getötet und sich dann das Messer selbst in die Brust gerammt haben. „Es gibt derzeit keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden“, erklärte Harald Nowack, Sprecher der Staatsanwaltschaft Rostock. Offenbar wurde im Hotelzimmer ein Messer sichergestellt: „Ein rechtsmedizinisches Gutachten ist beantragt, die Polizei ermittelt.“ Mit konkreten Ergebnissen sei erst in den kommenden Tagen zu rechnen.

Zeugen hatten zunächst von einem Streit zwischen dem Ehepaar berichtet, auf den sie durch Hilferufe der Frau aufmerksam geworden seien, sagte Hotel-Direktor Stephan Giersberg: „Nach entsprechenden Hinweisen haben sich einige unserer Mitarbeiter gegen 8.45 Uhr auf den Weg in den zweiten Stock gemacht — und fanden nach dem Öffnen der Zimmertür ein grauenhaftes Szenario vor.“ Die umgehend gerufenen Polizeibeamten sowie der Notarzt konnten nur noch den Tod feststellen.

„Das war schon sehr schockierend und natürlich nicht alltäglich“, so Giersberg, „sowohl für unsere Mitarbeiter als auch für Gäste, die laute Geräusche gehört und die Tragödie deshalb unmittelbar mitbekommen haben.“ Deshalb habe man auch den medizinischen Dienst hinzugezogen, „um die betroffenen Leute sorgsam zu betreuen“, erklärte der Hotel-Chef.

Das Haus sei am vergangenen Wochenende gut ausgelastet gewesen, so Giersberg. „Es war für uns schon eine Herausforderung, den Betrieb in geregelten Bahnen zu halten. Das alles passierte ja am Sonntagmorgen — dem Haupt-Abreisetag.“ Zwei Tote im Hotel — an einen derartigen Fall kann sich der „Aquamarin“-Direktor nicht erinnern: „In unserem Haus befindet sich zwar ein Irish Pub — und das eine oder andere Mal musste die Polizei in der Vergangenheit da schon vorbeikommen.“ Dabei habe es sich aber lediglich um Ruhestörungen oder kleinere Auseinandersetzungen gehandelt, betonte Stephan Giersberg: „So was Extremes mit Mord und Totschlag — nein, das hatten wir hier noch nicht.“

Von oz

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