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Norddeutschland Toter Familienvater aus der Elbe: Suche nach Frau und Tochter geht weiter
Nachrichten Norddeutschland Toter Familienvater aus der Elbe: Suche nach Frau und Tochter geht weiter
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09:13 02.08.2015
Absperrband der Polizei hängt bei Hohnstorf/Elbe (Niedersachsen) am Elbufer. Quelle: dpa
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Lauenburg

Die Idylle trügt am sonnigen Elbufer in Lauenburg. Während Ausflügler gestern das schöne Wetter genießen, sind Polizeitaucher sowie ein Sonarboot weiter auf der Suche nach einer vermissten Frau und ihrer zwölfjährigen Tochter aus dem nahen niedersächsischen Drage. Die Hoffnung, die beiden lebend zu finden, ist geschrumpft. Am Nachmittag wurde die Suche eingestellt. Rund 50 Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz.

Am Freitag hatten Feuerwehrleute den ebenfalls seit mehr als einer Woche spurlos verschwundenen Familienvater tot aus der Elbe gezogen. Für die Ermittler wird damit ein erweiterter Suizid immer wahrscheinlicher — ein Familiendrama könnte der Hintergrund sein.

„Das ist das Problem, dass wir keinerlei Hinweis haben auf das, was da geschehen sein könnte“, sagt Polizeisprecher Jan Krüger. Bei dem ertrunkenen 41-Jährigen sei kein Hinweis auf den Verbleib von Frau und Tochter gefunden worden, wie etwa ein Abschiedsbrief. Auch im Haus der Familie hatten die Fahnder keine Nachricht entdeckt.



Hinweise, dass Dritte in das Verschwinden der Familie verwickelt sind und es sich um ein Verbrechen handelt, haben die Ermittler weiterhin nicht. „Fremdeinwirkung kann dabei ausgeschlossen werden“, hieß es nach der Obduktion des Toten. Die Leiche war mit einem Betonklotz mit einem Gewicht von etwa 25 Kilo beschwert gewesen, wie er auf Baustellen verwendet wird. Oben, hinter dem Brückengeländer, finden sich diese Elemente. Eines fehlt — nicht aber drei.

Inzwischen läuft die Fahndung seit mehr als einer Woche. Zeugen wollen den 41-Jährigen am Donnerstag vergangener Woche das letzte Mal im Auto der Familie bei Drage südöstlich von Hamburg gesehen haben. Die Spuren von Frau und Tochter hingegen verlieren sich schon am Tag zuvor. Das war in Niedersachsen der letzte Schultag vor den Sommerferien. Im bereits bezahlten Reiturlaub ist die Tochter nicht angekommen.

LN

Mehr lesen Sie hier: Vermisste Familie: Ende der Hoffnung?

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