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Norddeutschland Tourismusbarometer: Schleswig-Holstein erlebt ein Hoch
Nachrichten Norddeutschland Tourismusbarometer: Schleswig-Holstein erlebt ein Hoch
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22:20 04.05.2016
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Kiel

Mit mehr Qualität will die Tourismusbranche in Schleswig-Holstein jüngste Zuwächse langfristig sichern. „Wir haben ein eindeutiges Hoch beim Tourismus in Schleswig-Holstein“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) bei der Vorstellung des Sparkassen-Tourismusbarometers. Nach dem Anstieg der Gäste-Übernachtungen sieht er die nächste Herausforderung in einer Steigerung der Qualität von Hotels und Ferienwohnungen und deren Umfeld.

2015 waren mehr als sieben Millionen Urlauber ins nördlichste Bundesland gereist. Sie buchten 27,1 Millionen Übernachtungen in gewerblichen Betrieben — das waren laut Tourismusbarometer so viele wie nie zuvor. Unterm Strich kamen vier Prozent mehr Urlauber in den Norden. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zum Vergleich: Im Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern stiegen die Ankünfte nur um 2,0 Prozent, die Zahl der Übernachtungen um 2,6 Prozent.

Jörn Klimant, der Chef des Landestourismusverbands, rechnet 2016 mit einem Bruttoumsatz der Branche in Höhe von erneut mehr als 7,5 Milliarden Euro. „Die Städte und die Küsten sind nach wie vor der Wachstumsträger“, sagte Klimant. Er sprach von einem „permanenten Höhenflug“, in dem sich die Branche befinde. Dies bekommen auch Freizeitparks, Zoos, Museen oder Erlebnisbäder zu spüren. Sie verzeichneten 2015 ein Besucherplus von 3,1 Prozent.

Die Quantität der zahlenden Gäste sei aber nicht alles. Die Tourismusanbieter im Land müssten künftig noch stärker auf die Qualität der Angebote setzen, sagte Klimant.

Urlauber hätten den zunehmenden Wunsch nach mehr Qualität sowohl der Unterbringung als auch des jeweiligen Umfeldes ihrer Ferienwohnung oder ihres Hotelzimmers. Meyer: „Ausruhen hilft uns überhaupt nicht weiter.“

Der Jahresbeginn macht den Verantwortlichen Hoffnung auf eine Fortsetzung des guten Trends. „Die Hotelzimmer waren im Februar zu 49,1 Prozent belegt“, sagte Meyer. Das seien noch einmal deutlich mehr als vor einem Jahr (44 Prozent). Im Zeitraum November bis Februar gebe es bereits seit längerem deutliche Zuwächse. Das Land wolle weiterhin eine „Ganzjahres-Destination“ werden. Zugleich mahnte der Minister, die in Wirtschaftskreisen weiterhin kritisierte neue Bäderregelung auf den Prüfstand stellen zu wollen.

Der Tourismus im Norden habe sich gut entwickelt, sagte Reinhard Boll, Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes. „Das hat sicherlich auch mit der Gefahrenlage in der Welt zu tun.“ Deshalb sei es umso wichtiger, dass die Anbieter nun dranblieben.

LN

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