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Tourismusboom in Schleswig-Holstein

Kiel Tourismusboom in Schleswig-Holstein

Das ist doch mal eine „Hausnummer“: Schleswig-Holsteins Tourismusbilanz geht im ersten Quartal durch die Decke. Die Zahl der Gäste wuchs im Vergleich zum ersten Vierteljahr 2015 um 13,9 Prozent auf mehr als eine Million, die Zahl der Übernachtungen geradezu sensationell um 17,5 Prozent auf 3,6 Millionen.

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Die Reiselust.  Allein im März kletterte die Übernachtungszahl um stattliche 27 Prozent. Das teilte das Statistikamt Nord gestern mit. Es wertet alle Beherbungsbetriebe im Land mit mindestens zehn Betten aus. Größter Gewinner ist der Kreis Ostholstein (+43,9 Prozent Übernachtungen) mit seinen Küstenorten und den Erholungsorten in der Holsteinischen Schweiz. Lübeck registrierte 14,9 Prozent mehr Gäste und 19,2 Prozent mehr Übernachtungen.

Erklärungsversuche. „Die herausragenden Erfolge in der Nebensaison belegen, dass unser Land auf dem besten Weg ist, sich zu einer Ganzjahresdestination zu entwickeln“, sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhard Meyer (SPD) gestern am Rande seiner Finnland-Reise. Die Zahlen würden zweifellos durch den frühen Oster-Termin beeinflusst, seien aber auch ein Erfolg der Tourismusstrategie 2025. Eines ihrer wichtigsten Ziele ist die weitere Belebung der Nebensaison. Im März jedenfalls hat es geklappt wie noch nie. Das Plus von 27 Prozent bei den Gästeübernachtungen sei bundesweiter Rekord (Bundesschnitt: +10,3), bejubelte Meyer die jüngsten Zahlen. Schleswig-Holsteins Tourismus schreibe „ein weiteres Kapitel in seiner Höhenflug-Serie“.

Meyer verhehlt jedoch nicht, dass die Terrorangst offenbar viele Reisewillige davon abhält, in ein Flugzeug zu steigen. „Es gibt in diesen Tagen viele Menschen, die jetzt überlegen, nicht nach Nordafrika oder in die Türkei zu fliegen.“ Stattdessen entscheide der Bundesbürger sich für inländische Urlaubsziele. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts ipsos belegt diese Annahme. Danach hat das Risiko terroristischer Anschläge einen starken Einfluss auf die Auswahl des Urlaubsortes. Es spielt für 43 Prozent der Bundesbürger eine zentrale Rolle bei der Urlaubsplanung.

Auch für ausländische Gäste wird der Norden offenbar immer häufiger zum Sehnsuchtsziel. Neben den 880000 Gästen aus dem Inland reisten im ersten Quartal 70000 Dänen (+5,6 Prozent) ins nördlichste Bundesland, 15000 Schweden (+10,2) und 6700 Niederländer (+12,1). Auch die Gruppe der Norweger (+16,3) und Polen (+16,5) ist stark im Kommen.

Heinz Meyer, Vorsitzender der Aktivgruppe Handel und Gewerbe in Timmendorfer Strand (Ostholstein), führt die wachsenden Übernachtungszahlen – neben der Terrorangst – in erster Linie auf die Betten-Kapazitäten von neuen Hotels zurück. Er mahnt zugleich, die Tagesgäste nicht aus den Augen zu verlieren. Ihre Zahl sei rückläufig. Meyer hatte wegen der von der Landesregierung beschnittenen Sonntagsöffnung in Badeorten prognostiziert, dass die Zahl der Besucher einbricht. Für Katja Lauritzen, Geschäftsführerin beim Ostsee-Holstein-Tourismus (OHT), ist die Erfolgsgeschichte eine Kombination aus dem kalendarisch frühen Osterfest, neuen Hotels und immer attraktiveren Erholungsorten. „Da ist viel passiert.“ Die enormen Steigerungen seien Beweis dafür, dass sich „die Investitionen in die touristische Infrastruktur gelohnt haben und der notwendige Imagewandel des echten Nordens geglückt ist“, sagt Marc Euler, Sprecher der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (Tash).

Umfrage: Terrorangst verdirbt die Lust am Reisen

ist bei den meisten Europäern rückläufig. Laut einer Umfrage des Instituts ipsos für das 16. Urlaubsbarometer von Europ Assistance plant nur eine knappe Mehrheit von 55 Prozent der Deutschen eine Reise in den Sommermonaten. Das sind sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Experten machen dafür Terrorangst verantwortlich. Der Abwärtstrend zeichnet sich auch in anderen Staaten ab: In Frankreich (-6) auf 57 Prozent, in Spanien (-11) auf 49 Prozent, in Italien (-8) auf 52 Prozent, in Belgien (-10) auf 47 Prozent.

 Curd Tönnemann

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