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Norddeutschland Über Umwege in den Schuldienst
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20:22 20.10.2017
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Kiel

Nach dem 1. Staatsexamen zunächst ein anderer Kurs, nach später Reue Zusatzqualifikation und dann doch in den Schuldienst. So kann die Karriere von Seiteneinsteigern verlaufen. „Wir machen damit in Schleswig-Holstein gute Erfahrungen, auch weil wir diese Fachleute pädagogisch-didaktisch gut ausbilden“, sagte Bildungsministerin Karin Prien (CDU).

Um Lehrermangel zu begegnen, will Prien die Möglichkeiten für den Umstieg von Fachleuten, die zum Beispiel technische Berufe ausgeübt haben, weiter ausbauen. Aber: „Niemand kommt ohne Hochschulstudium als Lehrer an eine Schule“, betont die Ministerin. Fachhochschulabsolventen brauchen dabei einen Masterabschluss. Die Umsteiger sind an den Schulen willkommen, bilden unter den Lehrern im Land aber eine Minderheit.

Seiteneinsteiger bekommen nach erfolgreich absolvierter zweijähriger berufsbegleitender Qualifizierung meist in zwei Fächern eine unbefristete Planstelle, die mindestens zweimal erfolglos für schon ausgebildete Lehrer ausgeschrieben war. Voraussetzung sind ein mit Master abgeschlossenes Studium und eine mehrjährige fachlich einschlägige Berufserfahrung. 24 Seiteneinsteiger wurden zum 1. August eingestellt, überwiegend an Grundschulen.

Quereinsteiger durchlaufen ein achtzehnmonatiges Referendariat und werden in berufsbildenden Schulen sowie an Förderzentren eingesetzt. 45 Quereinsteiger wurden zum 1. August neu in den Vorbereitungsdienst eingestellt – für berufsbildende Schulen und in der Sonderschulpädagogik. Gefordert werden ein mit Master abgeschlossenes Studium und eine mindestens einjährige einschlägige Berufspraxis.

Direkteinsteiger sind nur für berufsbildende Schulen vorgesehen. Auch dieser Weg kommt nur zum Tragen, wenn eine Planstelle nicht mit geeigneten Lehrern besetzt werden kann – und auch keine geeigneten Quer- oder Seiteneinsteiger da sind. Das Angebot mit zweijähriger Qualifizierung richtet sich an alle, die ein Fachhochschuldiplom oder einen Bachelorabschluss einer Universität oder einer Fachhochschule haben. Voraussetzung ist eine zweijährige Berufserfahrung. Das Gehalt von Direkteinsteigern ist niedriger als das von Seiten- und Quereinsteigern. Zum 1. August wurden drei Direkteinsteiger eingestellt. Diesen Weg gibt es erst seit diesem Jahr.

LN

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