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Norddeutschland Umfrage: Für die Koalition reicht es
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21:12 06.04.2017
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Kiel

Die SPD-Grünen-SSW- Koalition könnte knapp weiterregieren, aber die CDU holt auf: Das ist das Ergebnis der jüngsten Aktualisierung der infratest-dimap-Umfrage für den NDR. Viereinhalb Wochen vor der Landtagswahl am 7. Mai deutet sich damit ein knappes Rennen an.

Wäre schon an diesem Sonntag Landtagswahl, käme die SPD demnach auf 33 Prozent der Stimmen, so viel, wie in der ersten Umfrage-Runde vor vier Wochen schon. Die CDU legt um drei Prozentpunkte zu und käme jetzt auf 30 Prozent. Die Grünen verlieren zwei Prozentpunkte und würden bei zwölf Prozent landen.

Der von der Fünfprozenthürde befreite SSW käme mit unverändert drei Prozent in den Landtag. Die FDP hielte ihr Ergebnis von neun Prozent. Die AfD würde den Einzug in den Landtag mit sieben Prozent schaffen, die Linke aber müsste mit vier Prozent draußen bleiben. Auch die Piraten würden den Einzug in den Landtag nicht mehr schaffen.

Die SPD-Grünen-SSW-Regierung käme damit auf 48 Prozent. Die anderen im Landtag vertretenen Parteien brächten es zusammen nur auf 46 Prozent. Damit wäre der Koalition eine erneute Mehrheit der Mandate sicher. Allerdings läuft die heiße Phase des Wahlkampfs jetzt erst an. Und auch bei der Frage der Ministerpräsidenten-Präferenz konnte CDU- Spitzenkandidat Daniel Günther aufholen. Bei einer Direktwahl des Regierungschefs würden 25 Prozent für Günther stimmen (plus vier Prozent), 51 Prozent für SPD-Amtsinhaber Torsten Albig (plus ein Prozent).

Bei der CDU ist die Stimmung entsprechend gut. „Wir haben in den letzten drei Wochen drei Prozentpunkte aufgeholt. Wenn es in den Wochen bis zur Wahl noch mal fünf werden, ist doch alles gut“, sagt deren Parlamentarischer Geschäftsführer Hans-Jörn Arp und lacht. „Die CDU legt als einzige Partei zu. Die Regierungskoalition verliert“, sagt auch Günther selber. Albig freut sich ebenfalls über das Abschneiden seiner SPD: „Solche Umfragen sind Vitamin-Spritzen: Die tun gut im Wahlkampf.“ Allerdings seien Wahlen im Norden immer eine knappe Sache.

Tatsächlich schrumpft laut der Umfrage die Zustimmung zur Arbeit der Landesregierung um fünf Prozentpunkte. Dennoch sind immer noch 57 Prozent mit ihr zufrieden. Albig ist zudem mit 58 Prozent der beliebteste Spitzenkandidat im Land. Wolfgang Kubicki (FDP) kommt auf 57 Prozent, Monika Heinold (Grüne) auf 33 und Günther auf 27 Prozent. Albig „passt eher zu Schleswig- Holstein“, sagten 49 Prozent der Befragten. Günther kommt dabei auf 20 Prozent.

Bei der Landtagswahl 2012 lag die CDU mit 30,8 vor der SPD mit 30,4 Prozent. Die Grünen schafften 13,2, FDP und Piraten je 8,2 und der SSW 4,6 Prozent.

wh

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