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Norddeutschland Unangenehme Rutschpartie ins Wochenende
Nachrichten Norddeutschland Unangenehme Rutschpartie ins Wochenende
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22:19 08.01.2016
Auf der A 7 ging es am Morgen nur langsam voran. Quelle: B. Marks/dpa

Schnee und Eisregen haben die Straßen im Norden gestern früh in Rutschbahnen verwandelt. Besonders betroffen war die Ostseeküste. Die B 76 war teilweise spiegelglatt. Weil Autos auf dem Abschnitt zwischen dem Vogelpark in Niendorf und Niendorf-Zentrum nicht vorwärtskamen, war die Strecke bis mittags voll gesperrt. Autofahrer wurden umgeleitet.

Auf den Autobahnen kam es immer wieder zu „Drehern“. So war ein Kleintransporter auf der A 1 zwischen Siek und der Raststätte Buddikate in die rechte Leitplanke gerast, nachdem der Fahrer offenbar auf der noch nicht geräumten rechten Spur die Kontrolle über seinen Wagen verloren hatte. In Gudow (Kreis Herzogtum Lauenburg) wurde ein Motorradfahrer verletzt, bei Oldenburg (Kreis Ostholstein) krachte eine Autofahrerin gegen einen Baum. Insgesamt zählte die Polizei aber nur wenige Unfälle in Schleswig-Holstein. Dabei wurden sechs Menschen leicht verletzt. Meist blieb es bei Blechschäden.

„Offenbar hatten sich alle auf die angekündigten Schneefälle und mögliche Eisglätte eingestellt“, sagte Lübecks Polizeisprecher Stefan Muhtz.

Auch in Hamburg registrierte die Polizei nur vereinzelte Unfälle mit Blechschäden. In der Nacht waren bereits 900 Mitarbeiter der Stadtreinigung mit 350 Räumfahrzeugen im Einsatz gewesen, um die Straßen vom Schnee zu befreien. Die Feuerwehr musste 14 Mal wegen geplatzter Wasserleitungen ausrücken.

Schlechter sah es in Mecklenburg-Vorpommern aus: So fiel die Schülerbeförderung in den Kreisen Rostock, Nordwestmecklenburg und im Raum Ludwigslust teilweise aus. „Es war für uns nicht absehbar, in welchen Regionen sich der Regen zu gefährlichem Blitzeis entwickeln kann“, erklärte Simone Zabel, Geschäftsführerin von Rebus Regionalbus Rostock. Die Lage sei äußerst unübersichtlich gewesen und das Risiko flächendeckend als sehr groß eingeschätzt worden. Eltern konnten selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken. Auch in elf Landkreisen und fünf Städten im nördlichen Niedersachsen fiel der Unterricht aus.

Wegen des starken Eises auf den Boddengewässern zwischen Rügen und Hiddensee fährt die Reederei Hiddensee seit gestern nach dem Eisfahrplan. Statt täglich 14 Überfahrten sind es jetzt am Wochenende nur vier. Das Eis in den Häfen mache das Manövrieren immer schwieriger. Es hat teilweise eine Stärke von bis zu 20 Zentimetern.

Am Wochenende bleibt es nach Einschätzung von Meteorologen nasskalt. Obwohl die Temperaturen tagsüber knapp zweistellig werden können, sei nachts weiterhin überfrierende Nässe möglich. jup

LN

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