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Norddeutschland Uniklinikum dreht Teilprivatisierung zurück
Nachrichten Norddeutschland Uniklinikum dreht Teilprivatisierung zurück
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22:15 31.01.2014
Lübeck

Ende einer kurzen Liaison: Nach vier Jahren setzt das Uniklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) seine privaten Partner wieder vor die Tür. Die UKSH-Tochter Service Stern Nord GmbH gehört jetzt wieder zu 100 Prozent dem Klinikum. Die Verträge mit Sodexo und Vanguard hat das UKSH beendet. Eigentlich sollte die Partnerschaft fünf Jahre lang laufen — mit der Option der Verlängerung um weitere fünf Jahre. Doch soweit ist es nicht gekommen. „Unser Ziel ist, das UKSH als Gesamtunternehmen aufzustellen“, begründet Aufsichtsratschef und Staatssekretär Rolf Fischer den Schritt. UKSH-Chef Jens Scholz: „Wir danken Sodexo und Vanguard für die nachhaltige Unterstützung.“

Der Anteilsverkauf sollte der große Befreiungsschlag für das Unternehmen werden. 2009 veräußerte das UKSH 49 Prozent seiner Tochtergesellschaft Service GmbH an Zehnacker aus Baden-Württemberg, ein Unternehmen der Sodexo-Gruppe, und die internationale Unternehmensgruppe Vanguard. Zugleich stiegen bei der IT-Abteilung das österreichische Unternehmen Vamed und die schleswig-holsteinische Firma Carus ein — ebenfalls für fünf Jahre. Insgesamt waren 1600 der 10 500 Mitarbeiter betroffen. Der Protest der Arbeitnehmer gegen den Teilverkauf war groß — aber erfolglos. Der Handel spülte 14,8 Millionen Euro in die Kassen des defizitären Uniklinikums. Dadurch konnte das Minus 2010 auf   11,56 Millionen gedrückt werden. Aktuell liegt es bei 38 Millionen Euro. jvz

LN

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