Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Unmut über Umzug von Sylts ältestem Nachtclub
Nachrichten Norddeutschland Unmut über Umzug von Sylts ältestem Nachtclub
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:16 02.09.2016
Anzeige
Westerland

. Das Werbeschild ist bereits angebracht. Ein schlichter weißer Schriftzug zeigt an: Hier öffnet Sylts ältester Nachtclub „Eve’s“ bald seine Pforten. Zentrumsnah in Westerland, mitten in einer Geschäftsstraße mit Wohnhäusern und Hotels. Angemeldet sind die neuen Räumlichkeiten als Schank- und Speisewirtschaft. „Rechtlich alles ganz einwandfrei“, bestätigt der Bürgermeister der Gemeinde Sylt, Nikolas Häckel. Derweil ging der Nachtclub auf der Homepage zwischenzeitlich auch mit Erotikmassagen auf Kundenfang.

Im Rathaus heißt es ganz offiziell: „Die Verantwortung für die Rechtmäßigkeit des Bauvorhabens liegt allein beim Bauherrn.“ Übersetzt: Wenn die Betreiberin Eva Gablenz in ihren Räumen etwas anderes anbietet als genehmigt, muss sie dafür gerade stehen.

Gablenz selbst wollte sich nicht äußern, nur so viel: Der ursprünglich geplante Umzug vergangenes Jahr habe schon genug Staub aufgewirbelt. 

Denn 2015 wollte der Nachtclub schon einmal umziehen. Doch die Anwohner des Appartementblocks „Ankerlicht“ gingen auf die Barrikaden und reichten Klage ein. Mit Erfolg: Im Dezember 2015 untersagte das Amtsgericht in Niebüll den Betrieb eines Bordells in dem Erdgeschoss. Auch am neuen Standort haben sich bereits Nachbarn des „Eve’s“ an die Gemeinde gewandt.

Bürgermeister Häckel sagte dazu: „Baurechtlich ist das alles zulässig. Wenn jemand Einwände hat, muss er zivilrechtlich vorgehen.“ Die Gemeinde Sylt beantragte im vergangenen Jahr eine Sperrbezirksverordnung für Teile der Westerländer Innenstadt. Das wurde vom Kreis Nordfriesland abgelehnt, weil im Fall der Gemeinde Sylt weder der Jugendschutz noch der öffentliche Anstand durch solche Etablissements gefährdet seien.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die während ihres Urlaubs in der Türkei verhaftete Kielerin Yüksel Canli ist wieder auf freiem Fuß. Das verlautete gestern aus dem Auswärtigen Amt in Berlin.

02.09.2016

Berufsstand erhalte zu wenig Wertschätzung.

02.09.2016

SPD-Innenminister Stefan Studt muss sich in der kommenden Woche auf weitere unangenehme Fragen gefasst machen. Warum hat er nichts von den Vorfällen in der Polizeischule Eutin gewusst?

02.09.2016
Anzeige