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Norddeutschland Untergrund zu moorig? A 20 bricht weg
Nachrichten Norddeutschland Untergrund zu moorig? A 20 bricht weg
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16:06 10.10.2017
Das Fahrbahnstück der A 20 bei Tribsees ist weggebrochen. Quelle: Wüstneck/dpa
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Tribsees

Die Autobahnpolizei entdeckte und fotografierte bei einer Streifenfahrt den Abbruch auf der Trasse unweit der Trebeltalbrücke. Der betroffene Abschnitt war nach Fahrbahn-Absackungen bereits seit dem 25. September gesperrt.

Klicken Sie hier, um weitere Eindrücke von der abgesackten A 20 Richtung Rostock bei Tribsees zu sehen!

Nach Angaben der Polizeiinspektion Stralsund war der Asphalt am Nachmittag abgebrochen. Die Trasse ist ab sofort in Fahrtrichtung Rostock komplett gesperrt, teilte Sprecherin Ilka Pflüger mit.

Richtung Stettin bleibt nur noch eine Spur geöffnet. Dies habe ein Gutachter gestern entschieden, der die Einsturzstelle überprüft hatte. Der Verkehr Richtung Lübeck wird wieder über die Landesstraße 19 umgeleitet.

„Ab sofort ist die Autobahn 20 nur noch auf einer Spur in Richtung Stettin befahrbar“, bestätigte Renate Gundlach, Sprecherin des Schweriner Verkehrsministeriums, auf Nachfrage der Ostsee-Zeitung.

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Für den heutigen Dienstag, so kündigte die Sprecherin an, sei „ein Vor-Ort-Termin mit dem Bodengutachter vereinbart“.

Bereits seit dem 25. September war der betroffene Fahrbahnabschnitt Richtung Rostock/Lübeck vorsorglich auf etwa 100 Metern Länge gesperrt worden. Schon damals war der Asphalt gut einen halben Meter in die Tiefe gesackt.

Als Ursache für die jüngsten Abbrüche vermuten Fachleute, dass einige der 80 in den moorigen Untergrund gerammten Betonpfeiler abgeknickt sein könnten. Durch das Absacken der Trasse waren sogar Geländerteile der nahen Trebeltalbrücke verbogen worden.

Sicherheitshalber wird derzeit nach Angaben des Schweriner Verkehrsministeriums die Fahrbahn Richtung Stettin auf weitere Setzungen kontrolliert. Neben der Überwachung durch die Autobahnmeisterei Süderholz führe das Landesamt für Straßenbau und Verkehr wöchentlich Höhenmessungen an der Fahrbahn durch. Auch der Bau einer 100 Meter langen Behelfsbrücke im gesperrten A-20- Bereich wird momentan geprüft.

Die Ostseeautobahn ist an der Abbruchstelle erst 14 Jahre alt. Die Reparatur dürfte Jahre dauern.

Von J. Schultz und B. Fischer

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