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Norddeutschland Vater weiter auf der Flucht
Nachrichten Norddeutschland Vater weiter auf der Flucht
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23:12 25.10.2017
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Hamburg

. Nach dem gewaltsamen Tod eines zweijährigen Mädchens in Hamburg ist der tatverdächtige Vater weiter auf der Flucht. „Wir fahnden mit allen Mitteln, die wir haben“, sagte ein Polizeisprecher gestern. Es gebe weiterhin keine Anhaltspunkte, wo der 33-Jährige sein könnte. Das Mädchen war am Montagabend durch eine Schnittverletzung am Hals gestorben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes. Bereits vor der Tat seien Ermittlungsverfahren wegen anderer Vorwürfe gegen den Mann eingeleitet worden, sagte Oberstaatsanwältin Nana Frombach.

Am Montagabend hatten Polizisten das Mädchen tot in der Wohnung der Familie im Stadtteil Neugraben-Fischbek gefunden. Die 32 Jahre alte Mutter war zur Polizei gegangen, um ihren Mann wegen Bedrohung anzuzeigen. Als die Beamten die Wohnung betraten, entdeckten sie das tote Kind. Noch in der Nacht leitete die Polizei die Fahndung nach dem Vater ein.

Der 33-Jährige ist ein 2012 abgelehnter, aber weiter geduldeter Asylbewerber aus Pakistan. Er lernte später seine Frau kennen, die er nach islamischem Recht heiratete. Warum der Mann nicht abgeschoben wurde, ist unklar.

Nach der Geburt des Mädchens durfte der Pakistaner 2016 nach Hamburg ziehen. Ein Antrag auf Aufenthaltserlaubnis wurde abgelehnt. Das Jugendamt Harburg betreute die Familie . In den Akten gehe es zweimal um Kindeswohlgefährdung, sagte eine Sprecherin. Der Verdacht habe sich aber nicht bestätigt. Die Polizei war nach Angaben eines Sprechers mehrfach wegen häuslicher Gewalt gerufen worden. Eine Nachbarin hatte den 33-Jährigen am Dienstag als „hochaggressiv“ bezeichnet.

LN

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