Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Verfassung: Neuer Vorschlag für den Gottesbezug
Nachrichten Norddeutschland Verfassung: Neuer Vorschlag für den Gottesbezug
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:17 19.12.2015
Anzeige
Kiel

Aus den Reihen der Volksinitiative für einen Gottesbezug in der Landesverfassung ist ein neuer Vorschlag eingebracht worden. Die neue Formulierung lautet „. .

. in Achtung der Verantwortung vor Gott und vor anderen Quellen gemeinsamer Werte . . . “, bestätigten Beate Bäumer von der katholischen Kirche und Frank Zabel von der evangelischen Nordkirche.

Zudem beschloss der Landtag, dass die Volksinitiative zulässig ist. Bis spätestens Ende April 2016 muss das Thema jetzt erneut auf die Tagesordnung des Parlaments gesetzt werden.

Mit dem Vorschlag solle jetzt Schwung in die Diskussion kommen, sagte Bäumer. Nach den Worten von Zabel ist die Volksinitiative mehrfach von Abgeordneten gebeten worden, sich auch nach der Abgabe der über 42000 Unterschriften im Juli 2015 weiter aktiv in die Diskussion einzubringen. Im Gespräch mit den kirchenpolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen sei deswegen „eine aus Sicht der Initiative denkbare Formulierung ins Gespräch gebracht worden“.

Die Ergänzung würde nach Zabels Worten niemanden ausschließen, „sondern vielmehr auch eine gegenseitige Toleranz von gläubigen und religiös ungebundenen Menschen in der Verfassung verankern“.

Letztlich werde es Aufgabe des Landesparlaments sein, eine Formulierung zu finden, die dem Ansinnen der Volksinitiative gerecht werde. Der Landtag hatte am 8. Oktober 2014 eine Formulierung für die Präambel der neuen Landesverfassung ohne Gottesbezug beschlossen. Als Reaktion wurde am 2. März 2015 eine Volksinitiative für einen Gottesbezug gegründet. Sie sammelte daraufhin Unterschriften für ihr Anliegen.

Zu den Initiatoren der Volksinitiative gehören die beiden früheren Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen (CDU) und Björn Engholm (SPD), Vertreter der Nordkirche, des Erzbistums, der Schura (Islamische Religionsgemeinschaften) und des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden. Lehnt der Landtag das Anliegen der Volksinitiative ab, müssten 80000 Unterschriften für ein Volksbegehren gesammelt werden. Kommt es dann zum Volksentscheid, müssten mehr als 1,1 Millionen Schleswig- Holsteiner zustimmen.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

200 Flüchtlinge leben auf der Insel der Reichen und Schönen. Als Arbeitskräfte sind sie willkommen.

19.12.2015

Höchststrafe oder Freispruch für 29-Jährigen?.

19.12.2015

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Mutter und ihren Freund.

18.12.2015
Anzeige