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Norddeutschland Vermisster Boxer tot an der A 7 aufgefunden
Nachrichten Norddeutschland Vermisster Boxer tot an der A 7 aufgefunden
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13:07 25.07.2017
In einem Waldstück nahe dem Rastplatz Holmmoor in Quickborn entdeckte ein Lkw-Fahrer die Leiche. Quelle: Fotos: Marks/dpa, Polizeidirektion Segeberg
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Quickborn

Bei der Leiche, die nahe dem Rastplatz Holmmoor in Quickborn gefunden wurde, handelt es sich laut Polizei um einen vermissten 22 Jahre alten Boxer aus Schenefeld (Kreis Pinneberg). Anhand des Fingerabdruck-Abgleiches sei es gelungen, die Leiche eindeutig zu identifizieren, teilte die Polizei in Itzehoe mit.

 

Mit diesem Foto fahndete die Polizei nach dem vermissten Tunahan K..

„Zudem lassen Tätowierungen den zweifelsfreien Rückschluss darauf zu, dass es sich bei dem Toten tatsächlich um den seit dem 23. Juni 2017 als vermisst gemeldeten 22-jährigen Boxer aus Schenefeld handelt“, hieß es weiter.

Das abschließende Ergebnis eines DNA-Abgleichs liege allerdings noch nicht vor und werde erst in den kommenden Tagen erwartet, berichtete die Polizei. Der Hamburger Rechtsmedizin zufolge wurde der Mann erschossen. Ein Lkw-Fahrer hatte die Leiche am Freitagabend entdeckt. In der Nacht vor dem Verschwinden des Boxers war seinem Trainer in Wedel (Kreis Pinneberg) ins rechte Knie geschossen worden.

Bereits am Wochenende nahmen die Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion Itzehoe und die örtliche Staatsanwaltschaft die Ermittlungen auf. Was die Umstände des Verbrechens angeht, tappt die Polizei jedoch völlig im Dunkeln. „Hinweise zum Täter liegen bis jetzt nicht vor“, sagte Sprecherin Merle Neufeld, und: „Anhaltspunkte darauf, warum der Mann sterben musste, gibt es derzeit ebenfalls keine.“ Es werde in alle Richtungen ermittelt, hieß es. „Es könnte aber einen Zusammenhang mit der Box-Szene geben“, sagte Neufeld.

Medienberichte, wonach dem 22-Jährigen ebenfalls ins rechte Knie geschossen worden sei, dementierte sie. Die Suche nach dem Täter und nach dem Motiv der Tat dauerten weiterhin an.

Ein Lkw-Fahrer machte den grausigen Fund am Freitag gegen 20.45 Uhr. Der leblose Körper lag in einem Waldstück nahe des Rastplatzes. Schon am Wochenende sagte Neufeld den „Kieler Nachrichten“, dass der Mann wohl durch ein Fremdverschulden ums Leben gekommen sei. Außerdem schien die Leiche bereits länger zwischen den Bäumen gelegen zu haben.

Laut Medienberichten war Nachwuchs-Boxer Tunahan K. einen Tag vor einem wichtigen Kampf plötzlich verschwunden, wurde zuletzt an seiner Arbeitsstelle in einem Hamburger Autohaus gesehen. Sein Auto stand dort noch auf dem Parkplatz. Vater und Trainer des Mannes hofften vergeblich, ihn lebendig wiederzusehen. Nach Berichten der „Bild“-Zeitung war auch der Trainer von K. einen Tag vor dessen Verschwinden Opfer eines Verbrechens geworden: Ein Schuss ins Knie gilt laut „Bild“ in kriminellen Kreisen, die zu allem bereit sind, als „letzte Warnung“.

LN

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