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Norddeutschland Viehfutter mit Salmonellen
Nachrichten Norddeutschland Viehfutter mit Salmonellen
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20:10 29.12.2017
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Kiel

Nachforschungen des Umweltministeriums haben ergeben, dass die Ölmühle schon Ende Oktober bei eigenen Kontrollen festgestellt haben, dass in ihrem „Rapskuchen“ Salmonellen enthalten seien. Somit müsse davon ausgegangen werden, „dass Futtermittel, die mit Rapskuchen aus diesem Werk hergestellt wurden, möglicherweise mit Salmonellen kontaminiert sind. Dieses gilt für einen Zeitraum ab dem 24.

Oktober 2017“, sagt Ministeriumssprecherin Jana Ohlhoff.

Bitter: Auch aus Dänemark hätten Landwirte und Verbraucher schon längst gewarnt worden sein können. Ende Oktober waren dort bei einer Probe von Futter aus der Mühle ebenfalls Salmonellen entdeckt worden. Doch bis die dänischen Behörden eine amtliche Warnung über das europäische Schnellwarnsystem für den Lebens- und Futtermittelbereich absetzten, vergingen zwei Monate. Erst am 22. Dezember erreichte die Info das Umweltministerium, so Ohlhoff. Warum das so lange gedauert habe, müsse aufgeklärt werden. Denn wegen der Verzögerung seien jetzt deutlich mehr Betriebe betroffen als bei früheren Fällen. So wurden von der Mühle laut Ministerium seit dem 24. Oktober an 1010 Rinder- und 136 Schweinehöfe Futter-Kügelchen ausgeliefert, an sieben Rinder- und 17 Schweinehöfe mehlförmiges Mischfutter.

Immerhin: Bei den Kügelchen sei das Salmonellen-Risiko geringer, weil sie erhitzt worden seien. Das Umweltministerium hat dennoch weitere Kontrollen angeordnet, die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, belieferte Landwirte informiert und lässt sich alle Salmonelleninfektionen bei Rindern und Schweinen melden. Von erhitzten Lebensmitteln wie pasteurisierter Milch und durchgebratenem Fleisch gehe für Menschen aber keine Salmonellengefahr aus, heißt es vom Verbraucherschutzministerium. Das gelte auch für ordnungsgemäß hergestellte Fleisch- und Milchprodukte wie Salami, Teewurst oder Käse.

wh

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