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Norddeutschland Viel Wind und große Ungleichheit
Nachrichten Norddeutschland Viel Wind und große Ungleichheit
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20:15 30.01.2016

Soziale Spaltung wächst: Die Zahl junger Menschen in Dänemark, die mit ihrem Geld, ihrem Alltag und ihrer Berufsausbildung nicht zurechtkommen, wächst. Auf der anderen Seite machen auch mehr junge Däninnen und Dänen ein Studium und haben ihre Finanzen gut im Griff. Das zeigen Untersuchungen dänischer Banken, berichtet die Zeitung Jyllands-Posten. Nach Meinung eines Verbraucherexperte der Bankengruppe Nordea ist diese soziale Spaltung der Jugendlichen schon so tief, dass man von einer A-Jugend und einer B-Jugend sprechen könne. Der Jugendforscher Jens Christian Nielsen von der Universität Aarhus warnt, dass das Auseinanderdriften der beiden Gruppen zu einem Problem für das demokratische System werden könne. Denn es bestehe die Gefahr, dass die Mitglieder der B-Jugend sich von der Gesellschaft abgehängt fühlen und sich in ihrer Frustration radikalen Gruppierungen zuwenden. Politik und Ausbildungssystem müssten das Problem ernst nehmen und gegensteuern.

Windkraft-Weltrekord: Die Windkraft hat im vergangenen besonders windreichen Jahr 42,1 Prozent des dänischen Stromverbrauchs geliefert. Das ist neuer Weltrekord, berichtet der Energienetz-Betreiber Energinet.dk. Bereits 2014 lag Dänemark mit 35 Prozent weltweit an der Spitze. Wären die Offshore-Windparks Anholt und Horns Rev 2 nicht wegen Kabelschäden einen beziehungsweise zwei Monate lang außer Betrieb gewesen, hätten die Windkraftanlagen sogar 43,5 Prozent des Energiebedarfs aus dem Wind geschaufelt. Die Windparks in Jütland und auf Fünen haben nach dem Bericht in 1460 Stunden — das entspricht 60 Tagen — mehr Strom geliefert als im regionalen Energienetz verbraucht wurde. Im Jahr 2020 soll nach einem Folketingsbeschluss die Windkraft 50 Prozent des dänischen Strombedarfs liefern. Prognosen zeigen laut Energinet.dk, dass dieses Ziel erreichbar sei.

Rüdiger Wenzel





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