Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Vier Brände in einer Nacht - 250 Rettungskräfte im Einsatz
Nachrichten Norddeutschland Vier Brände in einer Nacht - 250 Rettungskräfte im Einsatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:08 13.03.2018
Feuerwehr-Grosseinsatz im sogenannten „Bullenkloster“ an der Hamburger Chaussee. Hier brannte eine Wohnung im 1. Obergeschoss.  Quelle: Daniel Friedrichs
Kiel

Gleich vier Brandeinsätze binnen weniger Stunden haben in Kiel die Rettungskräfte auf Trab gehalten. Die Feuerwehren rückten in der Nacht zum Dienstag zu drei Bränden im Stadtteil Gaarden aus. Bei einem Feuer im Gustav-Schatz-Hof mussten etwa 90 Bewohner ihre Häuser verlassen, wie ein Feuerwehrsprecher am Dienstag sagte. Durch den starken Rauch habe akute Lebensgefahr bestanden.

„Die Feuerwehr löste daraufhin Großalarm aus, weil mit einem Massenanfall von Verletzten zu rechnen war.“ Letztlich wurden zwei leichtverletzte schwangere Frauen mit Verdacht auf Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Durch den Kellerbrand war der Rauch in zwei Mehrfamilienhäuser gedrungen.

Weil mehrere Gebäude aktuell über keinen Strom verfügen, müssen 27 Bewohner die kommende Nacht voraussichtlich in einer Jugendherberge verbringen, wie der Feuerwehrsprecher sagte. Wenige Häuser weiter hatte es gut drei Stunden zuvor in einem anderen Keller ebenfalls gebrannt. Dort wurde nach Polizeiangaben niemand verletzt. In beiden Fällen schließen die Ermittler Brandstiftung nicht aus.

Ebenfalls im Kieler Stadtteil Gaarden - aber weiter entfernt - geriet eine Wohnung in Brand. Verletzte habe es dabei nicht gegeben, hieß es in einem ersten Fazit der Feuerwehr. Nach Polizeiangaben mussten wegen der Brände insgesamt knapp 200 Bewohner ihre Wohnungen vorübergehend verlassen. Der Einsatz dauerte laut Feuerwehr dreieinhalb Stunden.

Insgesamt waren in Kiel rund 250 Feuerwehrleute und Rettungskräfte im Einsatz. „Fast alle Kräfte wurden mobilisiert“, sagte der Sprecher. Dazu zählte auch die Bundeswehrfeuerwehr. Außerdem forderten die Einsatzkräfte einen Großraum-Rettungswagen aus Hamburg an, den sie später aber wieder abbestellen konnten.

Die Brände wurden in allen drei Fällen gelöscht. Die Brandursache ist noch unbekannt. Ob es einen Zusammenhang gab und was die Ursachen waren, war zunächst unklar. Außerdem löste in der Nacht eine Brandmeldeanlage im Kieler Ostuferhafen Alarm aus. „Da war zum Glück aber nichts“, sagte der Sprecher.

Die Kieler Polizei prüft mögliche Zusammenhänge der Brände in Gaarden mit einer Brandserie vor gut drei Jahren auf dem Kieler Ostufer.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!