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Norddeutschland Vier tote Flüchtlinge: Mutmaßlicher Schleuser vor Gericht
Nachrichten Norddeutschland Vier tote Flüchtlinge: Mutmaßlicher Schleuser vor Gericht
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04:02 12.09.2018
Das Landgericht in Kiel. Quelle: Markus Scholz/archiv
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Kiel

Vor dem Kieler Landgericht beginnt heute der Prozess gegen einen mutmaßlichen irakischen Schleuser. Der 28-Jährige soll für den Tod von vier irakischen Flüchtlingen, darunter drei Kinder, bei der Überfahrt von der Türkei nach Griechenland mitverantwortlich gewesen sein.

Der Anklage zufolge sank das überladene Holzboot im Oktober 2015 im Mittelmeer, kurz nach der Abfahrt vor der türkischen Küste - mit mehreren hundert irakischen Flüchtlingen an Bord. Für die Schleusungen soll der Angeklagte einen fünfstelligen Betrag in Euro erhalten haben. Ihm droht eine Mindeststrafe von drei Jahren Gefängnis wegen Einschleusens mit Todesfolge. Der Mann soll die Vorwürfe bestreiten.

Der 28-Jährige kam Ende 2015 nach Deutschland und beantragte Asyl. Er lebte mit Frau und Kind in Schleswig-Holstein. Im Oktober 2017 wurde er in Strande bei Kiel festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind bis Ende Oktober sieben Verhandlungstage angesetzt.

dpa/lno

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