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Norddeutschland Vom schlechten Wetter verfolgt
Nachrichten Norddeutschland Vom schlechten Wetter verfolgt
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21:16 23.02.2016
Arved Fuchs vor Port Lockroy, westlich der Antarktischen Halbinsel. Hinter ihm die „Dagmar Aaen“. Quelle: A. Fuchs-Expeditionen

Bis zum Wochenende saßen sie erneut fest — Abwettern in einer geschützten Bucht der Melchior Inseln im Südpolarmeer. Arved Fuchs und die Crew der „Dagmar Aaen“, die während ihrer Ocean-Change-Expedition (wir berichteten) in der Kap-Hoorn-Region Klima- und Meeres-Daten für die Forschung dokumentieren, sind von Stürmen verfolgt.

„Das Wetter ist eine Katastrophe“ schrieb der Bad Bramstedter jetzt nach Hause. Bei Orkanböen, die mit 77 Knoten — etwa 142 km/h — über die „Dagmar Aaen“ hinwegzogen, hätte das Queren der berühmten Drake Passage (die Meerenge zwischen Kap Hoorn und der antarktischen Halbinsel) schlimme Folgen haben können.

Doch Sicherheit geht bei Arved Fuchs immer vor, da kann Büroleiter Arne Steenbock noch so sorgenvoll auf den Kalender blicken. „Eigentlich waren einige Rückflüge für heute gebucht“, sagte er gestern.

Langsam werde der Zeitplan wirklich eng. Das gelte weniger für den Skipper, auf den ebenfalls neue Projekte warten, denn für einen Teil der Mannschaft. Zur zehnköpfigen Crew gehören Lehrer und Polizisten, auch Arved Fuchs‘ Ehefrau Brigitte, eine Architektin, werde sehnsüchtig von ihren Kollegen erwartet.

„Unsere Geduld wird auf eine harte Probe gestellt“, schrieb Arved Fuchs in sein Logbuch. Doch es sei auch ein Privileg, etwas länger bei Pinguinen, Robben und Walen verweilen zu dürfen. Für kurze Zeit soll der Sturm nun laut Seewetterbericht abflauen — es geht weiter. Das freut vor allem die zahlreichen Seekranken an Bord. jhw

LN

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