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Norddeutschland Von Helgoland nach Kiel
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20:36 07.04.2017
Auf ihrer Reise nach Kiel fuhren die Männer durch den Nord-Ostsee-Kanal. Heute werden sie auf Helgoland zurückerwartet. Quelle: Foto: Frank Behling
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Kiel

Drei Tage waren sie unterwegs, gestern hatten sie ihren großen Auftritt in der Landeshauptstadt: Börteboot-Kapitäne von der Insel Helgoland haben gestern Vormittag vor dem Landeshaus Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) den Antrag überreicht, die Helgoländer Dampferbörte in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufzunehmen.

Um das Schriftstück zu übergeben, waren sie am Mittwoch mit ihren Booten von der Hochseeinsel gestartet und sind durch den Nord- Ostsee-Kanal nach Kiel gefahren. Gestern Vormittag trafen die neun Männer dann auf den Landes- Chef. Die Tradition, Helgolandbesucher mit offenen Booten von den vor Anker liegenden Seebäderschiffen an Land und wieder zurück zu bringen, sei einzigartig und müsse erhalten werden, sagten sie.

Um ihr Vorhaben zu unterstreichen, überreichten die Kapitäne Albig auch ein besonderes Geschenk. „Wir haben ihm nicht nur den Antrag, sondern auch eine Börteboot-Miniatur überreicht“, sagt Stefan Pfeifer, der Teil der Besatzung ist. Er und seine Kollegen werden heute Nachmittag auf Helgoland zurückerwartet.

Seit April läuft bundesweit das Bewerbungsverfahren für das immaterielle Kulturerbe. Dabei kann jedes Bundesland der Kultusministerkonferenz bis zu vier Vorschläge vorlegen. Bewerben können sich Gemeinschaften oder Einzelpersonen, die Träger einer besonderen Tradition oder Wissensform sind. Dazu gehören etwa Tänze, Theater oder Musik. Bisher sind 68 Kulturformen im Verzeichnis der Deutschen Unesco-Kommission eingetragen. Aus Schleswig-Holstein sind bisher das Biikebrennen der Friesen und das Niederdeutsche Theater mit dabei.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. Oktober, die endgültige Entscheidung trifft ein Expertenkomitee der Deutschen Unesco-Kommission Anfang 2019. Die Aufnahme in das Verzeichnis bedeutet eine öffentlich sichtbare Anerkennung. Geld gibt es aber nicht.

Dennoch hofft man auf Helgoland auf eine positive Entscheidung: „Der Antrag war keine spontane Aktion“, sagt Tourismusdirektor Klaus Furtmeier. „Die Gemeindevertreter stehen einstimmig hinter der Bewerbung.“

kad

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