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Von der Leyen: Marinestützpunkt Eckernförde wird ausgebaut

Eckernförde/Kiel Von der Leyen: Marinestützpunkt Eckernförde wird ausgebaut

„Überraschungsgeschenk“ der Verteidigungsministerin: Bei ihrem Besuch in Eckernförde kündigt sie an, dass in den Marinestützpunkt 260 Millionen Euro fließen sollen und 400 weitere Stellen geschaffen werden.

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Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen spricht am 22.08.2017 in Eckernförde (Schleswig-Holstein) bei einem Besuch des dortigen Marinestützpunkts der Bundeswehr vor dem deutschen U-Boot U35 zu Journalisten.

Quelle: Markus Scholz/dpa

Eckernförde/Kiel. Der Marinestützpunkt Eckernförde wird ausgebaut. In den nächsten fünf bis sieben Jahren fließen 260 Millionen Euro in den Stützpunkt, außerdem werden die bisher mehr als 3000 Dienstposten um 400 aufgestockt. „Dieser Standort hat Zukunft“, sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bei ihren überraschenden Ankündigungen am Dienstag in Eckernförde. Gemeinsam mit ihrer norwegischen Amtskollegin Ine Marie Eriksen Søreide besuchte sie den Marinestützpunkt an der Ostsee.

Die deutsche und die norwegische Marine wollen im Bereich U-Boote ihre strategische Partnerschaft ausbauen. Norwegen will vier U-Boote auf der Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) bauen lassen, die deutsche Marine zwei weitere identische U-Boote. Die deutsche und die norwegische Marine wollen künftig unter anderem bei Training, Übungen und Instandhaltung der U-Boote kooperieren. Außerdem sollen gemeinsam Raketen für die Marine entwickelt werden.

„Norwegen ist für uns der absolute Wunschpartner“, sagte von der Leyen. Auch Eriksen Søreide lobte die Kooperation mit Deutschland als wichtigstem Partner im Marinebereich. Es handele sich um eine „Win-Win-Situation“ und könne ein Beispiel sein für Kooperationen anderer Nato-Staaten. Im Juni hatte das norwegische Parlament die Anschaffung von vier neuen U-Booten gebilligt. Das Volumen liegt bei 41 Milliarden norwegischen Kronen (4,33 Mrd Euro).

Beiden Ministerinnen informierten sich in Eckernförde über das U-Boot-Ausbildungszentrum der deutschen Marine. Dabei wurden unter anderem ein hochmoderner Simulator für die Ausbildung von U-Bootfahrern vorgestellt. Außerdem gingen die Politiker an Bord eines U-Bootes der Klasse U212 A - diese Klasse soll die Basis für die gemeinsamen neuen U-Boote 212CD sein.

Am Nachmittag besuchte die norwegische Ministerin gemeinsam mit dem norwegischen Botschafter die Werft TKMS in Kiel. Auf dem Programm standen laut TKMS neben einer Führung über die Werft auch ein Statusbericht zum gemeinsamen Beschaffungsvorhaben.

Beide Regierungen hatten Ende Juni 2017 ein Memorandum of Understanding unterzeichnet und im Anschluss das Vergabeverfahren eingeleitet. „Wir analysieren aktuell die Anforderungen und werden im Anschluss an eine Konzeptphase im kommenden Jahr ein Angebot abgeben, sagte ein TKMS-Sprecher. Aktuell ist vorgesehen, bis Mitte 2019 die Vertragsverhandlungen abzuschließen.“ Entsprechend äußerte sich Eriksen Søreide.

Die neuen U-Boote für Norwegen sollen ab etwa 2025 und für die deutsche Marine etwa ab 2027 geliefert werden. Zurzeit hat die deutsche Marine insgesamt sechs U-Boote, Heimathafen des einzigen U-Bootgeschwaders ist Eckernförde. Von der Leyen unterstrich die Bedeutung des Marinestützpunktes, der eine ganze Bandbreite an militärischen Einheiten biete - vom U-Boot bis zum Schlauchboot, vom Kampfschwimmer bis zum Techniker.

Am Nachmittag setzte die Ministerin ihre Sommerreise zu Bundeswehrstandorten in ganz Deutschland fort und besuchte das Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg. Dort führte sie Gespräche, besuchte unter anderem den „Raum der Stille“, ein für alle Konfessionen gedachter Platz der Andacht, und ließ sich einen Rettungswagen erklären.

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