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Norddeutschland Wacken: Die Fans rücken an
Nachrichten Norddeutschland Wacken: Die Fans rücken an
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20:34 02.08.2017
Metalfans tanzen schon vor dem offiziellen Start auf dem Festivalgelände. Quelle: Foto: Dpa
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Wacken

Zehntausende Metalfans erobern zurzeit das Dorf Wacken. Die Populationsdichte der Region schwillt durch das Wacken Open Air einmal im Jahr gefühlt auf die einer durchschnittlichen Schwellenlandsmetropole an. In vielen sonst penibel gepflegten Vorgärten werden Bierstände und Imbissbuden aufgebaut. Zur 28. Auflage des Festivals, das heute offiziell beginnt, wurden rund 75000 Karten verkauft. Das Festival ist ein Konjunkturprogramm. Von der Invasion der Kuttenträger profitieren Region und Menschen.

Wer im Kreis Steinburg während des Festivals Betten anbietet, kann sich vor Buchungsanfragen kaum retten. Auf dem überschaubaren Straßennetz des Orts entsteht ein umweltfreundlicher Taxi- und Transportservice: Schüler bringen Metalfans oder deren Gepäck mit Kettcars von A nach B. Im Gegenzug verlangen sie eine kleine Spende. Auch Jan (13) und Paul (10) aus Wacken haben ihre Nische gefunden. Mit einem Handwagen sammeln sie Pfandflaschen ein.

Die stoische Gelassenheit, mit der selbst unbeteiligte Anrainer das Spektakel betrachten, zeigt sich gestern bei der Ankunft des Metal-Trains in Itzehoe, einem Sonderzug mit etwa 500 Metalfans an Bord. Zusammen mit Zwergspitzdame „Jana“ beobachtet Rentner Horst Wülfken das Treiben vor seiner Haustür. „Die sind friedlich und machen Platz, wenn ,Jana’ muss“, sagt er – und findet, dass damit alles zu „Wacken“ gesagt ist.

LN

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