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Norddeutschland Warnsystem: Weichen schlagen selbst Alarm
Nachrichten Norddeutschland Warnsystem: Weichen schlagen selbst Alarm
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20:10 05.07.2017
Hannover

Mit digitaler Technik will die Deutsche Bahn die für Reisende ärgerlichen Störungen an ihrem Schienennetz bekämpfen, die für rund ein Drittel aller Verspätungen und Ausfälle von Zügen verantwortlich sind. „Infrastruktur 4.0“ nennt die Bahn das Vorhaben, bei dem die Weichen an eine Art Dauer-EKG angeschlossen werden.

Sensoren sollen bis 2020 an 30000 Weichen bundesweit installiert sein und über die reguläre Wartung hinaus Alarm schlagen, noch bevor es zu einer Störung kommt. Erfolgversprechendes Pilotprojekt im Norden ist der Hauptbahnhof Hannover, wo wichtige Weichen beim Techniker Alarm schlagen, idealerweise ehe sie ausfallen. Mehr als 1000 Weichen im Norden sind bereits ausgerüstet, bis Jahresende sollen es 2500 und bis 2020 dann 5000 Weichen sein.

In den drei Ampelfarben grün, gelb und rot sind die Weichen in einer App entsprechend ihres Status dargestellt. Daraus lässt sich eine Meldung für den Techniker generieren, dieser kann über ein mobiles Endgerät den Auftrag dazu abgerufen. „Das ist ein Frühwarnsystem, wir können Störungen an Weichen um bis zu 50 Prozent reduzieren“, sagt Karsten Prautzsch, Diagnose- und Analyse-Referent bei der Bahn. Das soll helfen, die Pünktlichkeit der Züge, die im ersten Halbjahr auf mehr als 81 Prozent gestiegen ist, noch zu verbessern.

LN

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