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Norddeutschland Warten im Watt: Fähre aufgelaufen
Nachrichten Norddeutschland Warten im Watt: Fähre aufgelaufen
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21:16 05.01.2016

. Wer derzeit nach Juist oder von der Nordseeinsel aufs Festland will, muss viel Geduld oder Glück haben, oder am besten beides. 650 Passagiere auf der Fähre MS „Frisia II“ schafften gestern Morgen nur knapp die Hälfte der nur wenige Kilometer langen Strecke zwischen Juist und dem Festlandhafen Norddeich Mole.

Dann fuhr sich die 63,5 Meter lange Fähre im Schlick fest. Von da an hieß es: Warten auf das nächste Hochwasser gestern Abend.

Dieses Warten wurde für viele an Bord lang. „Wir werden zwar verpflegt. Aber nach drei Stunden wurde auch das Wasser knapp. Es gab belegte Brötchen und Suppe“, berichtete Kathrin Lührs telefonisch von Bord der „Frisia II“. Die 26-Jährige wollte von ihrem Juist-Urlaub zurück aufs Festland. An Bord seien nur wenige Insulaner, die meisten Passagiere seien Urlauber. Auch viele Schwangere seien auf dem Schiff. „Das Service-Personal tut sein Bestes. Die können ja auch nichts dafür“, sagte Lührs. 

Nach Angaben des Fahrdienstleiters der Reederei, Ralf Ackermann, war die Lage nicht dramatisch. Das Schiff lag platt auf dem Wattboden. Es bestand keine Gefahr, dass es kippt. Das Fahrgastschiff hat einen Tiefgang von etwas mehr als einem Meter.

Die Reederei setzte auf das Hochwasser. „Wir brauchen nur die sprichwörtliche Handbreit Wasser unterm Kiel. Dann könnten wir uns mit Motorenkraft freischwimmen“, hofft Ackermann. Er behielt Recht. Gestern Abend konnte das Schiff bei einsetzendem Hochwasser seine Fahrt zum Festlandhafen Norddeich Mole fortsetzen. Das war lange Zeit fraglich gewesen, denn der Ostwind drückt das Wasser seewärts. Da fällt das Hochwasser oft niedriger aus als üblich.

LN

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