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Norddeutschland Warum der Sittich spricht
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18:13 17.06.2017
Von Curd Tönnemann norddeutschland@LN-Luebeck. de

Es ist eine bahnbrechende Entscheidung. Im stormarnschen Tangstedt werden Vierbeiner namens Pferd künftig von der Kommune besteuert. Bisher trauten sich das nur drei Gemeinden in Hessen. Nun mögen Betroffene sich trösten, dass Jamaika in Kiel die Entscheidung per Landesdekret bald einkassieren will: Sportarten gehörten nicht besteuert, gibt es Kontra. Basta.

Was aber passiert, wenn Kommunen jetzt auf den Geschmack kommen, demnächst den Besitz von Katzen zu besteuern oder von Wellensittichen? Oder den süßen Hamster. Diese Tiere sind ja alle irgendwie ein Luxusgut, damit vom Grundsatz her besteuerbar.

Wenn die Regierung jedoch alles von der Steuer ausschließt, was Sport macht, werden Katzenhalter ihre schmusigen Tiere demnächst zu Höchstleistungen antreiben. Über Stangen springende Kaninchen gibt es heute schon. Ein Hamster legt am Tag Kilometer in seinem Rad zurück. Hamsterräder mit Schrittzähler zu entwickeln, das dürfte ein Kinderspiel sein. Und wenn der Wellensittich erst sprechen lernt wie ein Papagei, dann ist das fraglos ganz großer Sport.

Kommunen werden ihre Mitarbeiter entsenden, um zu kontrollieren, wie sportlich unsere heimischen Tiere wirklich sind. „Lady Gaga“, die schönste Kuh Deutschlands, muss im Testversuch zeigen, ob sie so dumm ist, sportliche Höchstleistung zu kaschieren: Eimerweise Milch zu geben, erzeugt nämlich echt viel Druck. Zunächst schauen sich Steuerfahnder jetzt die Pferde genauer an. Man hört schon, wie der Amtsschimmel wiehert.

LN

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