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Norddeutschland „Wattolümpiade“: Schmutzige Spiele für eine gute Sache
Nachrichten Norddeutschland „Wattolümpiade“: Schmutzige Spiele für eine gute Sache
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18:29 30.07.2016
An der Mündung der Elbe kämpfen die Wattlethen Jahr für Jahr im Schlick um wattolümpisches Edelmetall. Quelle: dpa
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Brunsbüttel

Der Wettergott muss die „Wattolümpiade“ lieben: Pünktlich zum Beginn der Schlammschlacht von Brunsbüttel an der Elbmündung schob er die drohend dunklen Regenwolken beiseite. Bei Sonne und Schäfchenwolken startete am Sonnabend die „XII. Wattolümpiade“. Eine Woche vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in Brasilien kämpften 40 Teams um „wattolümpisches“ Edelmetall.

Sie spielten Fußball, Handball und Volleyball und maßen sich im Schlittenrennen – doch ihr Terrain fiel völlig aus dem Rahmen. Statt eines grünen Rasens oder einer sauberen Sandbahn trafen sich die Teilnehmer im schlickigen Watt am Elbdeich Soesmenhusen. „Heute kann die Welt richtig schmutzigen Sport sehen“, sagte Wettkampfleiter Oliver Kumbartzky, „unsere Spiele werden mindestens genau so bunt und fröhlich wie die in Rio.“

Der Spaß kam bei dem Sport im Matsch nicht zu kurz. Die „Raclettis“ brachten Stimmung aus der Schweiz nach Dithmarschen, das Team aus Tschechien tanzte gut gelaunt beim Einzug der Mannschaften, eine Mannschaft aus Pinneberg suchte unter den Zuschauern auf die Schnelle noch einige Mitspieler, weil sie einige Ausfälle zu verzeichnen hatte. Die „Wattlethen“ genannten Teilnehmer kämpften im Schlick für einen guten Zweck: Traditionell werden die Erlöse der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft gespendet. Mit dem Spaß im Matsch wurden nach Angaben der Veranstalter seit dem Beginn im Jahr 2004 schon mehr als 290 000 Euro gesammelt. Von dem Geld werden unter anderem zwei Beratungsstellen für Krebspatienten und deren Angehörige an der Westküste finanziert.

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