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Weihnachtsgrüße vom Kap Hoorn

Ushuaia/Bad Bramstedt Weihnachtsgrüße vom Kap Hoorn

Der Segeberger Arved Fuchs ist unterwegs für eine Expedition in die Antarktis. Das Fest verbringt er am Südzipfel Chiles.

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Vor der Kulisse der „Islas Hornos“ senden Arved Fuchs (l.) und Crewmitglied Matthias Steiner Grüße von der „Dagmar Aaen“.

Quelle: Arved Fuchs Expeditionen

Ushuaia. Weihnachten gibt es Lamm, zumindest für die Crew der „Dagmar Aaen“. Skipper Arved Fuchs und seine Mannschaft haben die Leckereien zum Fest und weiteren Proviant in Ushuaia eingekauft. Die südlichste Stadt Argentiniens mit ihren gut 80000 Einwohnern ist „Basis und Ausgangspunkt“, sagte Arved Fuchs den LN am Dienstag am Satelliten-Telefon. Die Verbindung war — abgesehen von einer kleinen zeitlichen Verzögerung — klar und deutlich. Kaum zu glauben, wenn man bedenkt, dass die „Ocean-Change-Expedition“ des Bad Bramstedters gerade auf der anderen Seite der Welt unterwegs ist.

„Uns geht‘s gut, alle sind gesund“, so Fuchs bestens gestimmt. Auch seine Frau Brigitte ist am vergangenen Wochenende mit dem erneuten Crew-Wechsel an Bord eingetroffen. Weiße Weihnachten gibt es dort aber auch nicht. „Wir haben antarktischen Sommeranfang, es ist eher wie bei euch. Wir haben frische neun Grad — fast T-Shirt-Wetter — naja, nicht ganz.“

Nach einer Überfahrt über den Beagle Canal ist die „Dagmar Aaen“ inzwischen wieder in Chile eingetroffen. In einer geschützten Bucht der Insel Navarino „ganz ruhig und abgeschieden“ wird die Mannschaft die Festtage in Puerto Williams genießen. Der kleine Yachtclub dort bestehe aus einem vor vielen Jahren gesunkenen, ursprünglich deutschen Rheindampfer. Nun ist er ein „urgemütlicher“

Treff für Seefahrer aus aller Welt, die es an diesen entlegenen Punkt der Erde verschlagen hat.

Arved Fuchs freut sich auf einige entspannte Tage auf seinem Schiff, denn die vergangenen Wochen waren arbeitsreich. 400 Jahre nach der Entdeckung Kap Hoorns drehte ein Filmteam eine Dokumentation fürs Fernsehen. Sowohl NDR als auch ZDF-Info und der National Geographic begleiten die Reise auf unterschiedlichen Stationen. Arved Fuchs wird (wie berichtet) erneut Wandel und Veränderung der Meere aufzeigen, um die Forschung mit tragfähigen Klimadaten zu versorgen. Zudem stehen die Folgen der Verunreinigung mit Plastikmüll, der als feines Granulat von Fischen aufgenommen wird und so auch wieder auf unseren Tellern landet, im Fokus.

„Die ersten Tage vor Kap Hoorn hatten wir sehr schlechtes Wetter mit Schneegestöber.“ Manche Arbeiten seien nur eingeschränkt möglich gewesen. „Für den Einsatz der Drohne brauchte das Filmteam dringend moderatere Verhältnisse.“ Zwar sei es am Kap immer schaukelig, aber dann zeigte sich der Wettergott milde, das Kamerateam konnte auch den Film über den deutschen Forscher und Flieger Gunther Plüschow, der am 28. Januar 1931 mit seiner Maschine am Perito-Moreno-Gletscher tödlich verunglückte, abdrehen.

Arved Fuchs ist ein echter Kap Hoornier und bereits zum vierten Mal dort. Ein Törn im Faltkajak führte ihn und einen Freund 1984 um Feuerland. „Das war damals im Südwinter — ein wirklich sehr prägendes Erlebnis!“ Seitdem folgen seine Reisen immer wieder den Spuren des Niederländers Willem Cornelisz Schouten, der Kap Hoorn am 29. Januar 1616 entdeckte. „Wir bleiben bis Mitte Januar in der Region.“

Danach geht es zur antarktischen Halbinsel. Alle Genehmigungen, um dorthin vordringen zu dürfen, liegen vor. Dass hierfür ausgerechnet das Umweltbundesamt zuständig sei, habe seinen Grund im internationalen Antarktisvertrag. Das unbewohnte Gebiet gehört keiner Nation und darf nur zu friedlicher Forschung genutzt werden. Heute Abend aber werden erstmal die Petroleumlampen in der Messe entzündet, „und dann haben wir‘s richtig gemütlich. Schöne Weihnachten euch allen zu Hause.“

„Kap Hoorn ist immer eine Gratwanderung.“
Polarexperte Arved Fuchs

Martina Janke-Hansen

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