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Norddeutschland Tierpark Hagenbeck: Weiterer Jungelefant gestorben
Nachrichten Norddeutschland Tierpark Hagenbeck: Weiterer Jungelefant gestorben
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16:18 13.06.2018
Elefantenmädchen "Anjuli" (Foto aus dem Jahr 2015) ist in Hamburg gestorben. Quelle: Christian Charisius/dpa
Hamburg

Die Elefantenherde, ihre Pfleger und der Hamburger Tierpark Hagenbeck trauern: Innerhalb einer Woche ist ein zweiter asiatischer Elefant gestorben. Das dreijährige Elefantenmädchen "Anjuli" sei am Mittwochnachmittag gestorben, teilte der Hamburger Tierpark mit. Wie schon eine Woche zuvor der Elefantenbulle "Kanja" starb auch "Anjuli" ersten Erkenntnissen zufolge an den Folgen der Viruserkrankung Elefanten-Herpes EEHV 1.

„Die Herde hatte Gelegenheit, in aller Ruhe Abschied zu nehmen. Dabei berüsseln die Tiere den Leichnam, tasten ihn ab und schnuppern daran“, berichtete der Tierpark zum Trauerfall "Anjuli". „Sie hat gekämpft und am Ende doch verloren.“ Sieben erwachsene Dickhäuter und ein Jungtier bilden jetzt noch die Herde. „Wir haben Herdenhaltung“, sagte eine Sprecherin. Eine Quarantäne gebe es nicht.

Nachkommen einer bedrohten Tierart

Der zweieinhalb Jahre alte "Kanja" und "Anjuli" waren Nachkommen einer stark von der Ausrottung bedrohten Tierart, den asiatischen Elefanten, wie es im Internetauftritt von Hagenbeck heißt. „'Kanja' ist ein Herz und eine Seele mit seiner nur wenige Monate älteren Tante 'Anjuli'“, hieß es nach der Geburt von "Kanja" im Januar 2016. Das Mädchen scheine "Kanjas" Vorbild zu sein, „denn der Kleine ahmt sie in jeder erdenklichen Situation nach“.

Wenn die Herpes-Form EEHV 1 bei Elefanten ausbricht, werden nach Angaben des Zoos innerhalb kürzester Zeit die inneren Organe vom Virus geschädigt, so dass das Herz-Kreislaufsystem der Tiere zusammenbricht. "Kanja" war „ohne weitere Alarmzeichen“ gestorben, bei "Anjuli" bangte der Tierpark seit Tagen um ihr Überleben.

Keine Gefahr für Menschen

Tierärzte, Pfleger und externen Experten hätten rund um die Uhr versucht, den Erreger in seine Schranken zu verweisen. „Leider vergeblich.“ Über den Elefanten-Herpes EEHV 1 sei noch zu wenig bekannt, um nachhaltig wirksame medizinische Hilfe leisten zu können, teilte der Tierpark mit. Am Donnerstag soll eine Obduktion erfolgen.Hagenbeck hofft, mit den Ergebnissen die Forschung für Elefanten-Herpesviren voranbringen zu können.

Eine Gefahr für Menschen geht von dem Virus nicht aus.

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