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Welche Partei passt zu mir? Der Wahl-O-Mat hat Antworten

Kiel Welche Partei passt zu mir? Der Wahl-O-Mat hat Antworten

Seit gestern ist der Service für die Landtagswahl am 7. Mai freigeschaltet.

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Patrick Breyer (Piraten, v.l.), Lars Harms (SSW), Monika Heinold (Grüne), Daniel Günther (CDU), Heiner Garg (FDP) und Ralf Stegner (SPD) starteten gestern in Kiel den „Wahl-O-Mat" zur Landtagswahl. Damit können Bürger versuchen, eine Partei zu finden, die ihren Vorstellungen entspricht.

Quelle: Foto: Rehder/dpa

Kiel. Keine Idee, was man am 7. Mai wählen soll? Welche Partei passt am besten zu den eigenen Vorstellungen – und welche treten überhaupt zur Landtagswahl an? Für Unentschlossene und Neugierige ist jetzt wieder der Wahl-O- Mat der Bundeszentrale für politische Bildung freigeschaltet – unter der Adresse www.wahl-o-mat.de. Auch das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), zu dem die Lübecker Nachrichten gehören, unterstützt das Projekt.

Wer draufklickt, bekommt von dem Online-Tool (Werkzeug) nacheinander 38 Thesen zur Landespolitik präsentiert und wird nach seiner Meinung dazu gefragt: „Stimme zu“, „neutral“ oder „stimme nicht zu“.

Anschließend können die Nutzer bestimmten Thesen per Mausklick noch einmal besonderes Gewicht verleihen. Dann übernimmt das Computerprogramm die Auswertung. Als Ergebnis werden die Quoten der Übereinstimmung der eigenen Antworten mit den Ansichten der 13 Parteien zu den Thesen ausgeworfen.

Die Thesen selber wurden von 18 Jung- und Erstwählern zwischen 18 und 26 Jahren mit Unterstützung von fünf Experten der Bundes- und der Landeszentrale für politische Bildung entwickelt. Abgefragt wird beispielsweise, ob an den Grundschulen im Land ab Klasse 3 wieder Noten eingeführt werden sollen oder ob der Mindestabstand zwischen Windkraftanlagen und Wohnhäusern vergrößert werden soll.

Alle 13 Parteien, die zur Landtagswahl zugelassen sind, haben dazu ihre Positionen vorgelegt. Dies sei keine Selbstverständlichkeit, sagt der Leiter der Landeszentrale für politische Bildung, Christian Meyer-Heidemann. Zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel habe es keinen Wahl-O-Mat gegeben, da sich nicht alle relevanten Parteien an dem Projekt beteiligen wollten.

Spitzenvertreter der bereits im Kieler Landtag vertretenen Parteien hingegen gaben gestern sogar gemeinsam den Startschuss für das Online-Tool – und testeten das Angebot auch gleich selbst einmal.

CDU- Spitzenkandidat Daniel Günther brachte es dabei auf 95,9 Prozent „Übereinstimmung“ mit seiner Union. Ralf Stegner stimmt demnach zu 99 Prozent mit der von ihm geführten SPD überein, diesen Wert erzielte auch Grünen-Spitzenkandidatin Monika Heinold. Lars Harms (SSW) brachte es auf 95,7 Prozent, Heiner Garg (FDP) auf 96,5 und Pirat Patrick Breyer auf 97,6 Prozent. Man müsse aber auch gar nicht mit jeder Position seiner Partei persönlich übereinstimmen, so die einhellige Meinung.

Der Wahl-O-Mat war von der Bundeszentrale für politische Bildung 2002 entwickelt worden. Seitdem wurde er zu vier Bundestags-, drei Europawahlen und mehr als 30 Landtagswahlen veröffentlicht.

Insgesamt wurde er mehr als 48 Millionen Mal genutzt. In Schleswig-Holstein kommt er dieses Jahr zum dritten Mal zum Einsatz. Bei der Landtagswahl 2009 nutzten ihn etwa 255000 Menschen, 2005 waren es 90 000. Diesmal gibt es den Wahl-O-Mat erstmals auch auf Friesisch und Dänisch.

Es stimme nicht, dass alle Parteien das Gleiche wollen, wie oftmals behauptet werde, betonte Christian Meyer-Heidemann gestern zum Projektstart 2017. Die Unterschiede mache der Wahl-O-Mat deutlich.

Befragungen hätten in der Vergangenheit gezeigt, dass das Werkzeug dafür gesorgt habe, dass 80 Prozent der Nutzer die Positionen der Parteien klarer geworden seien. 70 Prozent hätten außerdem angegeben, dass ihnen die Beantwortung der Wahl-O-Mat-Fragen Spaß gemacht habe.

Die Landtagswahl am 7. Mai

Rund 2,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger im Norden dürfen am Sonntag, 7. Mai über die Zusammensetzung des Landtags für die nächsten fünf Jahre bestimmen. Erstmals dürfen auch 16- und 17-Jährige mitwählen.

69 Sitze sind zu vergeben. Über die Gesamtzahl für jede einzelne Partei entscheidet ihr Anteil an den Zweitstimmen. 35 Mandate werden aber auf jeden Fall mit den stimmenstärksten Kandidaten aus den Wahlkreisen besetzt.

13 Parteien treten zur Wahl an: SPD, CDU, Grüne, FDP, Piraten, SSW, die Linke, die AfD, Die Partei, die Liberal-konservativen Reformer, die Familienpartei, die Freien Wähler und die Zukunft Schleswig-Holstein.

 Wolfram Hammer

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