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Norddeutschland Welle des Protests gegen Pläne für den Belttunnel
Nachrichten Norddeutschland Welle des Protests gegen Pläne für den Belttunnel
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21:12 26.08.2016

Nun sind es doch fast 10000 Einwendungen geworden, die in der zweiten Anhörung zum Fehmarnbelttunnel zusammengekommen sind. Und das ist vermutlich noch nicht die letzte Zahl. Denn die bis zum Einsendeschluss bei den Außenstellen eingegangenen Widersprüche waren gestern bei der zuständigen Kieler Landesbehörde noch nicht ausgezählt.

Die Zahl von mehr als 9000 Beschwerden sei nicht überraschend, weil das Milliardenprojekt auch Risiken für die Region beinhalte, sagte Birte Pusback, Sprecherin im Kieler Verkehrsministerium. „Es ist deshalb klar, dass es nicht nur Jubelstürme gibt.“ Die Einspruchsfrist endete gestern Abend. In der ersten Planungsrunde hatte es bereits 3100 Einwendungen auf deutscher Seite gegeben. Auf dänischer Seite war der Protest gering.

Verkehrsminister Reinhard Meyer müsse den Dialog mit den Gegnern suchen und die Einwendungen der Bürger schnellstmöglich abarbeiten, forderte Hans-Jörn Arp von der CDU-Landtagsfraktion. Und der Minister müsse die positiven Aspekte des Belttunnels herausstellen, sein dänischer Kollege habe es ihm vorgemacht. Weitere Verzögerungen im Verfahren machten das Projekt nur unnötig teurer. „Unser Team aus internen und externen deutschen Fachleuten steht bereit, um ausführliche Antworten auf alle angesprochenen Themen und Fragen auszuarbeiten“, erklärte Claus Dynesen, Projektdirektor von Femern A/S.

Unterdessen schlägt die dänische Femern Belt Development in einer Medienkampagne versöhnliche Töne an, wirbt um einen Dialog von Befürwortern und Gegnern des Projekts. In einem offenen Brief an die „Lieben Beltretter“ heißt es: „Wir sollten gemeinsam unser Augenmerk auf die Möglichkeiten richten, die entstehen.“ Die Deutschen sollten den Dänen allerdings mehr Vertrauen entgegenbringen und die Chancen für beide Staaten sehen, schreibt Geschäftsführer Stig Rømer Winther. Femern Belt Development ist eine staatlich finanzierte Stiftung, die wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen in der Fehmarnbeltregion befördert. ctö

LN

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