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Norddeutschland Weniger Flüchtlinge: Land schließt Erstaufnahmen
Nachrichten Norddeutschland Weniger Flüchtlinge: Land schließt Erstaufnahmen
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20:35 01.11.2017
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Lütjenburg/Boostedt

Für die Aufnahme von Flüchtlingen wird das Land dann nur noch zwei Einrichtungen in Neumünster (850 Plätze) und Boostedt (1750 Plätze) vorhalten. „Die seit Monaten deutlich gesunkenen Flüchtlingszahlen ermöglichen diese Reduzierung“, sagt CDU-Innenstaatssekretär Torsten Geerdts. Bis Ende September waren nur gut 3800 Flüchtlinge in den Norden gekommen. 2015 hatte deren Zahl noch rund 35 000 betragen. Die bisher vier Erstaufnahmen in Neumünster, Boostedt, Glückstadt und Rendsburg bieten Unterkunft und Betreuung für zusammen fast 6000 Menschen. „Insgesamt sind aber gerade einmal 1400 Plätze belegt. Das heißt: Noch nicht einmal 25 Prozent der Kapazitäten sind ausgeschöpft“, so Geerdts.

Deshalb will das Land jetzt die Standorte in Glückstadt und Rendsburg zum 30. Juni 2018 schließen. Sie sollen künftig als Reserve dienen, falls die Flüchtlingszahlen doch wieder stark ansteigen sollten. Gleiches gilt für die Erstaufnahme in der Ex-Lettow-Vorbeck-Kaserne in Bad Segeberg. Sie geht nach dem Auslaufen einer Nutzungsv ereinbarung mit der Hansestadt Hamburg zum 14. Juli 2018 in den Reservebetrieb des Landes über. Die derzeitigen Reserveliegenschaften in Alt Duvenstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde) und Leck/Südtondern (Kreis Nordfriesland) will das Land derweil schnell aufgeben. Auch der Standort Seeth (Kreis Nordfriesland) wird zum Jahresende abgewickelt.

Im Sommer will die Landesregierung das Konzept dann noch einmal anpassen, sagte Geerdts. „Dabei spielt auch die Höhe der Sanierungskosten für Boostedt eine Rolle.“

Durch das neue Konzept spare das Land schon einmal 14 Millionen Euro pro Jahr ein. Allein die Überführung der Glückstädter Unterkunft in den „Leerstandsbetrieb “ bringe eine Ersparnis von 700000 Euro pro Monat.

wh

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