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Norddeutschland Wer hat den schönsten Bock?
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21:15 14.07.2016
Züchter und Zuschauer begutachten bei der Heidschnuckenbockschau in Müden die Jungböcke. Quelle: Philipp Schulze/dpa
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Müden

. Um das genügsame Symboltier der Lüneburger Heide hat sich alles am 67. Tag der Heidschnuckenzüchter gedreht. Die 38 besten Jungböcke der Region wurden gestern in Müden/Örtze im Landkreis Celle prämiert und anschließend bei einer traditionellen Auktion versteigert. Die Tiere wurden gekört, also von einer Kommission bewertet.

„Der Siegerbock kam aus Schmarbeck“, sagte Mathias Brockob, Berater des Verbandes der Lüneburger Heidschnuckenzüchter. Was quasi ein Heimsieg war, denn der Ort liegt auch im Landkreis Celle.

„Ein guter Körperbau, ein schönes Gehörn und eine rassetypische Zeichnung sind entscheidend“, sagt Brockob. Mehr als 150 Züchter und Halter seien in Müden dabei gewesen. Das Treffen lockt immer auch zahlreiche Touristen an. „Die beiden besten Böcke erzielten jeweils 3200 Euro – ein absoluter Spitzenpreis.“

Noch etwa 15000 bis 20000 der Tiere gibt es nach Schätzungen des Verbandes in Niedersachsen. Die Zahl ist aber rückläufig, weil immer mehr Halter aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben haben. Die Heidschnucken sind genügsam und waren einst die wichtigste Nutztierart in der Region. So wurden 1848 allein im damaligen Fürstentum Lüneburg noch fast 380

000 Tiere gezählt. Heute werden die Tiere vor allem bei der Landschaftspflege eingesetzt. Ohne sie würde die Heide zuwachsen.

LN

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