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Norddeutschland Wer mit dem Gorilla spricht
Nachrichten Norddeutschland Wer mit dem Gorilla spricht
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18:10 11.08.2018
Von Wolfram Hammer norddeutschland@LN-Luebeck. de

Die NordArt in Büdelsdorf ist eine der größten Kunstausstellungen im Norden. Aber wer weiß denn schon, wo Büdelsdorf liegt? Deshalb fuhren die Ausstellungsmacher gleich zehn 3,60 Meter hohe Gorillas vor dem Landeshaus in Kiel auf, dunkle Stahlfiguren eines chinesischen Künstlers, um im Landeshauptdorf zu werben. Die Figuren stünden zugleich für einen „offenen Dialog der Politik mit der Kunst unseres Landes und der anderen Länder“, ließ der Landtag verlauten.

Das klang gut. Doch wie die Affen da mit hochgereckten Köpfen vor dem in den Ferien nahezu ausgestorbenen Landeshaus stehen, mag man an diesen Dialog nicht so recht glauben. In diese Lücke stieß

jetzt ein vorwitziger Bürger. Ein Pappdeckel zu Füßen der Tiere, darauf gekritzelt: „Normalerweise sitzen wir ja hier drinnen um Politik zu machen – aber bei dieser Hitze. . .“

Man mag das für ungebührlich halten, zumal unsere hart fürs Gemeinwohl schuftenden Volksvertreter mit gemeinhin als etwas urwüchsig verschrienen Tieren verglichen werden, oder für kokettierend, weil dem Gorilla ja auch eine gewisse Gravität zugebilligt wird, vielleicht auch für sinnbildlich, weil der aufrechte Demokrat in aufgehetzten Zeiten womöglich bald so bedroht ist wie der Silberrücken im Bergwald Ugandas, oder schlicht für eine Schote, wie man sie in der Affenhitze der letzten Tage eben so reißt. Aber: Das ist eben hinzunehmen bei so einem offenen Dialog der Bürger mit den Abgeordneten unseres Landes mittels der Kunst ferner Länder.

LN

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