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Norddeutschland Wer wird Sportheld im Norden?
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22:14 01.07.2017
Lübeck

Auch im Juni wurden wieder ganz besondere Menschen gesucht. Diesmal standen die Sporthelden im Norden ganz hoch im Kurs. Mehr als 3700 Leser haben bei der LN-Aktion „Helden von hier“ ihre Stimme für ihren ganz persönlichen Helden abgegeben. Sie hatten die Qual der Wahl zwischen engagierten Trainern, hochkarätigen Sportlern, tatkräftigen Vereinsvorständen oder Ehrenamtlern, die Sportler zum Training fahren, auch mal schmutzige Trikots waschen oder bei Turnieren aushelfen. Sie alle geben viel Herzblut für ihren Sport und opfern mit Begeisterung ihre Freizeit.

Markus Kratz
Sabine Wichert

In der Gunst der Voter haben derzeit drei ganz unterschiedliche Kandidaten die Nase vorn. Mit weitem Vorsprung führt Sabine Wichert mit 460 Stimmen das Feld an. Sie ist die Allzweckwaffe bei den ASC Lübeck Cougars.

Ihr Sohn brachte Wichert zu den Footballern aus Lübeck. Dort wuchs sie im Laufe der Zeit in die Aufgaben der Teammanagerin der wieder ins Leben gerufenen zweiten Mannschaft, hilft bei der Organisation der Heimspiele und ist die „Import-Mama“ für die neuen US-Spieler. Ohne Sabine Wichert läuft wenig. Die Resonanz auf ihre Nominierung zum Sporthelden hat sie trotzdem überrascht. „Ich hab schon damit gerechnet, dass es viele Stimmen werden, aber das Echo ist doch überraschend“, sagt Wichert, die seit 30 Jahren als Postbotin in der Hansestadt Briefe austeilt. „Man kennt mich, und ich bin schon oft auf die Aktion angesprochen worden“, sagt sie. Sie freut sich sehr, ein Teil der Aktion „Helden von hier“ zu sein. „Es ist eine tolle Sache.“ Dabei sieht sie sich nicht als Heldin.

„Der Begriff ist nicht mehr zeitgemäß“, findet Wichert. Für sie ist jede helfende Hand ein Held. „Ich bin kein Sportheld, weil ich Football spielen kann, sondern weil ich helfe, dass alles rund läuft.“ Jetzt, wo sie so weit gekommen ist, will sie auch unbedingt gewinnen. Für ihr Team.

Das will auch Sebastian Boll. Er belegt mit über 400 Stimmen bisher den zweiten Platz. Der Steuerfachangestellte trainiert in seiner Freizeit die 1. Herren des TSV Wiemersdorf. Das macht er so erfolgreich wie kaum ein anderer – immerhin kann er 89 Fußballspiele mit 83 Siegen und sechs Unentschieden verbuchen und ist mit der Mannschaft von der C-Klasse bis in die Kreisliga marschiert. Die Nominierung zum Sporthelden hat ihn überrascht und der klare Durchmarsch bis zur Spitze ebenso. Die Mannschaft und deren Freunde und Bekannte stehen fest hinter ihm und haben fleißig für Boll gevotet. „So was genießt man natürlich schon. Es ist eine Anerkennung für die Arbeit von mir und meinem Trainerteam“, findet Boll.

Als Erfolg für den eingeschlagenen Weg sieht auch Markus Kratz seine Nominierung. Er liegt mit über 330 Stimmen gerade auf dem dritten Platz. Der 28-jährige Stormarner ist Leiter des Projekts „Sport für alle – Stormarner Vereine leben inklusiven Sport“ des Kreissportverbandes (KSV) Stormarn. Dort führt er Menschen mit und ohne Handicap im sportlichen Bereich zusammen. 20 Sportangebote hat er bereits ins Leben gerufen und unterstützt. Sport für Menschen mit und ohne Behinderung sollte zur Selbstverständlichkeit werden, findet Markus Kratz. „Ich freue mich über den großen Zuspruch, den wir durch die Aktion bekommen. Es ist jetzt schon ein großer Erfolg für unser Projekt“, sagt Kratz. Er selbst sieht sich aber nicht als Held. „Ich bin eher der zurückhaltende Typ. Bin aber stolz darauf, ein Teil der Aktion zu sein.“

Endspurt bei der Online-Abstimmung

Die Abstimmung zum Sporthelden läuft noch bis kommenden Mittwoch, 15 Uhr. Im Juli und im August suchen die LN den Gastgeber-Helden von hier. Für den Gewinner richten die LN ein Fest aus. Der Preis ist ein Pokal, der durch den Paten überreicht wird. Gewinnen kann aber auch jeder, der seine Stimme abgibt, denn die LN verlosen wertvolle Preise. Also, nominieren Sie den freundlichsten Kellner, den lustigsten Barkeeper oder den geduldigsten Zeltplatzmitarbeiter. Weitere Infos gibt es unter www.helden- von-hier.de

Majka Gerke

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