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Norddeutschland Wetterversicherung: Bei Regen wird der Urlaub billiger
Nachrichten Norddeutschland Wetterversicherung: Bei Regen wird der Urlaub billiger
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21:10 02.07.2013
Lübeck

Gebucht, gereist und dann gefroren: Der Blick in den Himmel könnte so manchem Schleswig-Holstein-Urlauber in diesen Tagen die gute Laune verderben. Doch jetzt naht Rettung. Ein Unternehmer bietet Urlaubern eine Sonnen-Versicherung an. Scheint die Sonne am Urlaubsort am Tag weniger als drei Stunden, gibt es 40 Prozent des Übernachtungspreises erstattet.

Stefan Merker heißt der pfiffige Geschäftsmann und „Deutscher Wetterschutz“ seine Leipziger Firma. Auf Norderney (Niedersachsen) hat er vor zwei Jahren mit seiner Sonnen-Versicherung angefangen, zwei ostfriesische Inseln weiter westlich auf Borkum nachgezogen. Und demnächst könnte der Ostsee-Urlaub versicherbar sein.

So funktioniert‘s: Urlauber bekommen morgens eine SMS mit den Sonnenstunden des vergangenen Tages auf ihr Handy — oder auf Wunsch eine E-Mail. Merker arbeitet mit der jeweils nächst gelegenen Wetterstation zusammen — damit‘s zu keinem Streit um die Zahl der Sonnenstunden kommt. Am Ferienende wird abgerechnet — Sonnentage gegen Regentage.

Merker arbeitet mit dem Reiseveranstalter Sonnenquartiere.de zusammen. Das bedeutet: Wer sich gegen schlechtes Wetter im Urlaub versichern will, muss seine Unterkunft über dieses Internet-Portal buchen. Also lediglich ein netter Marketing-Gag, um Ferienwohnungen an den Mann zu bringen? Sonnenquartiere-Geschäftsführer Detlev Schlag sagt: „Unsere Idee ist ausbaufähig. Ich führe derzeit Gespräche mit Vermittlungsbüros an der Ostsee.“

Die Versicherung ist im Preis für die Ferien-Unterkunft enthalten, eine Zusatzvereinbarung muss nicht eigens abgeschlossen werden. Nach Angaben des Betreibers sind in den vergangenen zwölf Monaten 2000 Buchungen über die Internet-Plattform von Sonnenquartiere.de getätigt worden. Dabei hat sich vor allem der überwiegend bedeckte Winterhimmel für versicherte Urlauber ausgezahlt. Von Dezember 2012 bis März 2013 wurde angeblich bei sieben von zehn Übernachtungen eine 40-prozentige Rückerstattung auf den regulären Preis gezahlt. Besonders der sonnenarme Dezember habe auf den ostfriesischen Inseln an 27 Tagen zur Teilerstattung des Übernachtungspreises geführt.

Schlechtes Wetter, schlechtes Geschäft? „Oh, nein“, sagt Schlag. Zum Schutz vor Verlusten haben sich die Wetterversicherer bei Rückversicherern abgesichert. Damit ihnen das Geschäft nicht verhagelt wird. Sicher ist sicher. ctö

LN

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