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Norddeutschland Wiesel-Jagdverbot: Ein Freifahrtschein für Marder?
Nachrichten Norddeutschland Wiesel-Jagdverbot: Ein Freifahrtschein für Marder?
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14:00 03.03.2016
Bald im Land geschützt: das Hermelin. Quelle: Blickwinkel
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Kiel

„Regierungskoalition macht sich stark für mehr Marder auf Dachböden und in Autos“, formulierte es der Verband gestern dann auch etwas polemisch in einer Pressemitteilung. Denn bei der Bekämpfung dieser Tiere mit Fallen sei kaum zu verhindern, dass sich bisweilen Hermeline und Mauswiesel in die Fallen verirrten. „Und dann würde sich ein Jäger oder Schädlingsbekämpfer nach Artenschutzgesetz strafbar machen“, sagt Verbandssprecher Marcus Börner. Ein gesonderter Schutzstatus für beide Arten habe aus Sicht von Börner auch wenig Sinn. Weder Mauswiesel noch Hermelin gelten als bedroht.

Marlies Fritzen, umweltpolitische Sprecherin der Grünen, wehrt sich gegen Kritik: „Wir haben das geprüft. Kein Jäger macht sich strafbar, wenn er ohne Vorsatz so ein Tier tötet.“ Man habe aber aus Tierschutzgründen entschieden, die Jagd auf sie zu verbieten. Weder würden sie gegessen, noch werde ihr Fell genutzt. Auch die von ihnen ausgehende Gefahr für bodenbrütende Vögel sei im Vergleich zu Füchsen gering. Fritzen: „Es besteht damit einfach kein vernünftiger Grund mehr, diese Tiere zu jagen.“

Oliver Vogt

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