Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Windkraft: Albig möchte nachjustieren
Nachrichten Norddeutschland Windkraft: Albig möchte nachjustieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:16 08.06.2016
Anzeige
Kiel

. Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat im Landtag dafür geworben, die Energiewende gemeinsam mit den Bürgern umzusetzen und sich dafür mehr Zeit zu lassen. Schleswig-Holstein sei treibende Kraft der Energiewende, sagte Albig in einer Regierungserklärung. Doch jetzt sei man an einem Punkt angelangt, wo nachjustiert werden müsse. „Unter den neuen bundesweiten Rahmenbedingungen können und müssen wir uns mit dem Ausbau der Windenergie mehr Zeit lassen.“ Auch um die Akzeptanz der Bevölkerung zu erhalten. So befürworten einer Forsa-Umfrage für die LN zufolge zwar 49 Prozent den Bau weiterer Anlagen. Fast genau so viele (47 Prozent) lehnen dies aber ab. „Wer auf fossile Energien und Atomstrom verzichten will, muss auf Erneuerbare Energien setzen“, sagte der Regierungschef. Es sei ein Jahrhundertprojekt. Eines, dass „in den Mühen der Ebene angekommen“ sei. Der Ausbau des Netzes verzögere sich, und der Kompromiss zwischen Bund und Ländern sei nicht „Schleswig-Holstein pur“.

Schmerzhaft sei, dass der Ausbau der Windenergie an Land gedeckelt werde. Dafür habe Schleswig-Holstein mit dem Konzept der zuschaltbaren Lasten Erfolg gehabt, findet Albig: Bei Netzengpässen solle Ökostrom beispielsweise in Wärme oder auch Wasserstoff umgewandelt werden.

Das Bundeskabinett hatte am Vormittag nach monatelangem Streit die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beschlossen. Betreiber größerer Windparks oder Solaranlagen sowie von Biogas-Anlagen bekommen demnach künftig für ihren eingespeisten Strom keine feste, gesetzlich festgelegte Vergütung mehr. Stattdessen werden neue Projekte ausgeschrieben. Wer am wenigsten Subventionen verlangt, erhält den Zuschlag.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Landtag debattierte über die Not der Landwirte.

08.06.2016

Nach den staatsanwaltschaftlichen Durchsuchungen meldet sich nun der private Wirtschaftsermittler Josef Resch aus Bad Schwartau zu Wort.

08.06.2016

Anwärter sollen via WhatsApp gegen Menschen mit Migrationshintergrund gehetzt haben – Ministerium liegen inzwischen Unterlagen vor.

08.06.2016
Anzeige