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Norddeutschland Wirbel um den Werbeslogan von Niedersachsen
Nachrichten Norddeutschland Wirbel um den Werbeslogan von Niedersachsen
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20:37 01.08.2017
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Hannover

Niedersachsens Regierungssprecherin Anke Pörksen hat gravierende Fehler auf der Suche nach einem neuen Werbeslogan für das Land zugegeben und mit Zeitmangel begründet. „Rückwirkend betrachtet ist es zu diversen Fehlern bei der Vergabe gekommen. Ich habe an mehreren Stellen zu sehr aufs Tempo gedrückt“, sagte die Sprecherin von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) gestern vor dem Untersuchungsausschuss des Landtags in Hannover. Der U-Ausschuss wurde von der FDP- und der CDU-Fraktion beantragt, die Pörksens Rücktritt fordern.

Aus Sicht der Opposition soll ein SPD-naher Unternehmer über Jahre hinweg bevorzugt worden sein. Der Chef einer Kommunikationsagentur hatte schon im August 2013 einen Workshop zur Neuausrichtung der Niedersachsen-Kampagne moderiert. Erst im Oktober 2016 wurde der neue Slogan „Niedersachsen. Klar“ vorgestellt. Zuletzt hatte der SPD-nahe Unternehmer ein sogenanntes Pitch-Verfahren zur Findung des Slogans organisiert. Zu der Vergabe dieses Auftrages gibt es weder Akten noch Mails. Der FDP-Abgeordnete Björn Försterling fragte Pörksen, ob sie es ausschließen könne, diesen Auftrag mündlich gegeben zu haben. „Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, kann es aber auch nicht ausschließen“, sagte sie.

Bereits Ende Juli 2015 hatte der stellvertretende Pressesprecher in einer Mail Pörksen gewarnt und darauf hingewiesen, man dürfe das Vergaberecht nicht umgehen. Die unmissverständlichen Hinweise von zwei Kollegen seien ihr erst bewusst gewesen, dann aber irgendwann „verloren gegangen“.

LN

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