Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Wissenschaft an der Waterkant
Nachrichten Norddeutschland Wissenschaft an der Waterkant
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:12 30.06.2017
Daniel Jarackas, „Phänomania“-Geschäftsführer, macht den „Spiegelflieger“. Der Chef selbst ist von den Experimenten begeistert und hofft, dass es den Besuchern des Hauses ähnlich geht. Quelle: Foto: Markus Scholz/dpa
Anzeige
Büsum

. Das Staunen der Besucher im Erlebniszentrum „Phänomania“ beginnt gleich hinter der Kasse. Auf dem Weg zu den Ausstellungsräumen hält eine große Büste an der Wand unablässig Augenkontakt – doch nicht nur mit einem einzigen Besucher, sondern mit allen gleichzeitig. „Unsere Gäste sagen: Das gibt es gar nicht, das kann doch nicht sein. Ich hab so viel gelernt, warum ist das denn jetzt so?“, sagt Geschäftsführer Daniel Jarackas über die Reaktionen auf die im Prinzip simple Sinnestäuschung.

Preise und Öffnungszeiten

„Erfahren. Erleben. Lernen“ - Unter diesem Motto präsentiert sich die „Phänomania“ Büsum. Wer selbst experimentieren möchte: Das Haus ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Kinder zahlen 6,50 Euro, Schüler 7,50 Euro und Erwachsene 9,50 Euro. Infos unter www.phaenomania-buesum.de

Der „Augenkontakt“ ist eine von mehr als 200 Experimentierstationen im Gebäude der ehemaligen Sturmflutenwelt „Blanker Hans“. Das Erlebniszentrum steht in der Tradition der so genannten „Science Center“ – wissenschaftlicher Erlebnis-Zentren, in denen über spielerisches Experimentieren naturwissenschaftliche Zusammenhänge verdeutlicht werden, erklärt Jarackas. Das Ziel sei, Hemmschwellen zu jenen Bereichen abzubauen, die im Schulunterricht bis heute oft zu trocken präsentiert werden. „Unsere Besucher sollen richtig Spaß haben, sollen sich begeistern. Dass sie dabei etwas lernen, können sie nicht verhindern, das passiert dann einfach“, sagt er.

Eindrucksvolles Beispiel ist der „Trabi“-Heber. Dort gelingt es sogar Kindern, mit Hilfe eines langen Hebels ein richtiges Auto in die Luft zu heben. „Einem Kind ist es egal, wie die Formel lautet, mit der die Wirkung des Hebels berechnet wird. Es muss die Erkenntnis haben, mit einem langen Hebel geht es leicht, und wenn der Hebel kürzer wird, wird es schwieriger. Die Hebel-Länge hat also Einfluss auf meine Kraft“, erklärt Jarackas.

Das Büsumer Zentrum bietet seinen Gästen die Möglichkeit, eigene Wahrnehmung und eigenes Können selber auszutesten. Statt „Berühren verboten“ ist „Anfassen erlaubt“: Es geht um hautnahes Ausprobieren, Erleben und Erfahren. Astronauten-Trainer, Dosentelefon, dreifarbiger Schatten, oder Kletterwand: Die „Phänomania“ sei für jedes Alter geeignet, sagt der Geschäftsführer.

So wartet an einer Wand ein Mikroskop auf die Finger der Besucher. Auf einem Bildschirm wird nicht nur sichtbar, wie gründlich die Hände gewaschen wurden. Neben dem Muster aus Rillen und Riefen sieht man auch die klitzekleinen Wassertröpfchen, die aus den eigenen Poren geschwitzt werden. An anderen Stellen können Kinder ihren Eltern oder Freunden völlig unblutig den eigenen Kopf auf einem Silbertablett servieren, sie können Riesen-Seifenblasen machen und sich sogar in eine hinein stellen, und beim „Spiegelflieger“ zumindest auf einem Foto zeigen, wie toll sie in der Luft schweben können.

Es geht um hautnahes Ausprobieren, Erleben und Erfahren. Entsprechend gebe es in dem Erlebniszentrum keine Computer-Simulationen. „Alles ist mechanisch, alles robust konzipiert zum Bewegen.“ Büsum ist nach Essen, Carolinensiel und Peenemünde der vierte Phänomania-Standort.

Wolfgang Runge

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Polizeiführung mit modernster Technik – Saudi-König kommt mit Thron.

30.06.2017

Wohnung in Schenefeld durchsucht.

30.06.2017

Polizei in Niedersachsen hat ein Problem.

30.06.2017
Anzeige