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Norddeutschland Kubicki rät Stegner zum Rückzug
Nachrichten Norddeutschland Kubicki rät Stegner zum Rückzug
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18:34 28.08.2018
Ralf Stegner (l.) gegen Wolfgang Kubicki: Eine Gegnerschaft mit Tradition. Hier verabschiedet Stegner den FDP-Fraktionschef im Dezember 2017 aus dem Landtag. Jetzt rät Kubicki dem SPD-Chef zum Rückzug. Quelle: dpa
Kiel

Jahrelang galten sich FDP-Mann Wolfgang Kubicki und SPD-Mann Ralf Stegner im Kieler Landtag gegenseitig als Lieblingsfeinde. Seit über einem Jahr ist Kubicki nun in den Bundestag entschwunden. In der Debatte um die Zukunft von Stegner als SPD-Parteichef im Norden muss er sich aber natürlich aus der Ferne trotzdem noch mal zu Wort melden.

Und er rät dem SPD-Mann, wenig überraschend, von einer neuen Kandidatur als Landesvorsitzer ab. „Ich würde Ralf Stegner raten zu erklären, dass er verzichtet“, sagt Kubicki. Denn, da ist sich der FDP-Grande sicher: Er würde bei einer Abstimmung auf dem Landesparteitag „definitiv eine Niederlage erleiden und nichts wäre schlimmer nach so langer Zeit, als mit einer Niederlage das Feld räumen zu müssen“.

Stegner: „Neunmalkluge Ratschläge“

Hintergrund: Am vergangenen Wochenende hatte SPD-Landtags-Fraktionsvizechefin Serpil Midyatli angekündigt, auf einem Parteitag im März 2019 als Landeschefin kandidieren zu wollen, notfalls auch gegen Stegner, wie sie betont. Stegner schweigt dazu. Innerhalb und außerhalb der Partei glauben allerdings viele, dass die beiden Sozialdemokraten Midyatlis Kandidatur im Vorfeld genau abgesprochen haben. Midyatli gilt als politisches Ziehkind Stegners.

Kubicki träumt derweil schon von Stegners Aus auch auf Bundesebene. Ohne den Landesvorsitz werde er auf dem nächsten Bundesparteitag keine Mehrheit mehr finden. Stegner gibt darauf nichts. „Wenn je der Tag kommt, an dem ich auf die neunmalklugen Ratschläge des Kollegen Kubicki angewiesen wäre, dann ginge es der SPD richtig schlecht“, sagt Stegner. „Zum Glück trifft dieses schwere Schicksal auf absehbare Zeit nur seine eigene Partei, die FDP.“

Wolfram Hammer

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