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Norddeutschland Wurde Terror-Verdächtiger vom IS in Syrien entführt?
Nachrichten Norddeutschland Wurde Terror-Verdächtiger vom IS in Syrien entführt?
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08:49 21.09.2016
Am 13. September wurde einer der Männer in Reinfeld festgenommen. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
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Kiel

Im Falle der in Schleswig-Holstein verhafteten mutmaßlichen IS-Terroristen hat sich die Familie eines der Männer zu Wort gemeldet. Der 17 Jahre alte Mahir al-H. sei in der syrischen Provinz Aleppo von Kämpfern des IS entführt worden, teilte dessen Schwester per Whatsapp-Nachricht Reportern des Magazins „Panorama 3“ des NDR Fernsehens mit. „Die Leute vom IS sind von Haus zu Haus gezogen, in der ganzen Gegend. Und aus jedem Haus haben sie einen Jugendlichen mitgenommen, gegen den Willen der Familien. Mahir war der Jüngste bei uns. Sie haben ihn einfach mitgenommen. Es gab nichts, was wir hätten tun können.“

Nach der Entführung habe die Familie weiterhin Kontakt zu Mahir gehabt. „Am Anfang war er eingesperrt, hat er erzählt. Irgendwann hat er dann so getan, als sei er auf ihrer Seite, und sie haben ihm geglaubt. Ab dann konnte er sich freier bewegen. Er kam zu uns zurück und warnte uns, wir sollten schnell Syrien verlassen. Denn wenn die IS-Leute merken würden, dass er abgehauen ist, würden sie uns töten“, berichtet die Schwester. Die Familie sei in den Libanon geflüchtet. Mahir sei ihnen gefolgt und von dort weitergereist nach Deutschland. Die Angehörigen zeichnen das Bild eines Flüchtlings, der wie viele andere im Herbst 2015 auf der Suche nach einem besseren Leben nach Europa gekommen sei.

Am 13. September waren drei Männer festgenommen worden. Laut Generalbundesanwalt sind die 17, 18 und 26 Jahre alten Syrer dringend verdächtig, im Auftrag des IS im November 2015 nach Deutschland gekommen zu sein, „um entweder einen Auftrag auszuführen oder sich für weitere Instruktionen bereitzuhalten“.

LN

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